Montag, 11. Jänner, 19.00
Zur Theodor Herzl-Rezeption im Film
Filmvorführung und Vortrag

Der 150ste Geburtstag von Theodor Herzl gibt Anlass für einen  
Veranstaltungsschwerpunkt zur Gründung der zionistischen Bewegung. Zu  
Beginn der Reihe steht die Vorführung des Filmes Theodor Herzl, der  
Bannerträger des jüdischen Volkes und ein Vortrag, der den Zugang zur  
Thematik nicht über die politische Debatte, sondern über ästhetische  
Reflexion und filmwissenschaftliche Analysen sucht. Der Film aus dem  
Jahr 1921 schildert das Leben des Schriftstellers und Juristen, sowie  
Szenen aus der leidvollen Geschichte des jüdischen Volkes, die die  
Sehnsucht nach einem eigenen Judenstaat begreiflich machen.

Thomas Ballhausen, Film- und Literaturwissenschaftler, Filmarchiv  
Austria, Wien

Theodor Herzl, der Bannerträger des jüdischen Volkes (A 1921) Regie:  
Otto Kreisler, Stummfilm mit engl. Zwischentiteln, 60 min

In Kooperation mit dem Filmarchiv Austria, Wien, zum 150. Geburtstag  
von Theodor Herzl.




Dienstag, 12. Jänner, 19.00
Kulturelle Konstruktion der Finanzmärkte
Buchpräsentation und Diskussion

Die zwei Neuerscheinungen "Mythos Markt" und "Das Wissen der Börse"  
setzen sich mit der kulturellen Konstruktion der Finanzmärkte  
auseinander. "Mythos Markt" zeigt, dass die Wirtschaftskrise auch eine  
Krise der herrschenden Wirtschaftslehre ist. Im Glauben an "den" Markt  
konnte der Kapitalismus sich zu einem Finanz- oder  
Renditen-Kapitalismus wandeln. Neue Perspektiven auf die mediale und  
kulturelle Dimension der Finanzmärkte und ihrer Krise eröffnet das  
Buch "Das Wissen der Börse".

Corinna Milborn, Politikwissenschaftlerin und Journalistin
Robert Misik, Journalist und Schriftsteller
Walter Ötsch, Volkswirt und Kulturhistoriker
Ramón Reichert, Autor, Film- und Medienwissenschaftler

Walter Otto Ötsch: Mythos Markt. Marktradikale Propaganda und  
ökonomische Theorie. Marburg: Metropolis Verlag 2009.

Ramón Reichert: Das Wissen der Börse. Medien und Praktiken des  
Finanzmarktes. Bielefeld: transcript Verlag 2009.




Mittwoch, 13. Jänner, 19.00
Die NAPOLAS in Österreich 1938 - 45
Vortrag

Wie im Deutschen Reich ab 1933 wurden in Österreich zwischen 1938 und  
1945 Napolas? Nationalpolitische Erziehungsanstalten errichtet.  
Napolas waren NS-Internatsschulen, deren SchülerInnen nach  
rassisch-biologistischen Kriterien ausgewählt wurden. Drill,  
vormilitärische Übungen und ein straffer Anstaltsalltag kennzeichneten  
diese "Ausleseschulen", die durchwegs in repräsentativen Gebäuden, zum  
Teil auch Klöstern, untergebracht waren. Insgesamt wurden in  
Österreich neun Napolas errichtet, in denen im
Jahr 1942 1200 SchülerInnen erzogen wurden. Zu den Zöglingen gehörten  
mehrere Prominente der Zweiten Republik.

Sebastian Pumberger, Historiker und Journalist, Wien

In Kooperation mit dem Gedenkdienst




Donnerstag, 14. Jänner, 19.00
Das Exil der Frauen
Podiumsgespräch

Im Rahmen der Tätigkeit des Nationalfonds wurde eine nicht  
unbeträchtliche Menge an autobiographischen Aussagen verschiedener  
Generationen von Exilantinnen und Remigrantinnen gesammelt. Im Zentrum  
der Überlegungen stehen Spezifika des weiblichen Lebenszusammenhanges  
im Exil und die damit verbundene Erinnerungskultur.

Hannah Lessing, Generalsekretärin, Nationalfonds der Republik  
Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und des Allgemeinen  
Entschädigungsfonds
Moderation: Siglinde Bolbecher, Herausgeberin Zwischenwelt, Theodor  
Kramer Gesellschaft

Eine Veranstaltung der öge-FrauenAG in Kooperation mit der  
Österreichschen Gesellschaft für Exilforschung öge und dem Depot
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Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der
Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.






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