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|||  MITTEILUNG
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|||  IG Kultur Österreich
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|||  Kulturrisse 01/10
|||  „Creative Bubbles: (Wissens)Ökonomien der kreativen Stadt“
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Die derzeit laufende Reformulierung der EU-Ziele für 2020 („Creating value by basing growth on knowledge“) zeigt, dass die von der EU verfolgte Wachstumsstrategie in ihrer zentralen Stoßrichtung auch nach dem Scheitern der so genannten Lissabon-Strategie gleich bleiben wird. Strukturelle Parallelen dieser Entwicklungen im Wissenschafts- und Bildungsbereich zu den Creative Industries manifestieren sich nicht nur in Engführungen wie jener zwischen Kreativitätsimperativ und lifelong learning. Auch die voranschreitende Privatisierung, die zugeschriebene Rolle als „Motor“ im globalen Wettbewerb sowie die damit verbundene Exzellenzcluster- und Elitenbildung bei gleichzeitiger Prekarisierung involvierter AkteurInnen weisen darauf hin.

Die vorliegende Kulturrisse-Ausgabe, die in Kooperation mit dem eipcp- Projekt Creating Worlds (creatingworlds.eipcp.net) entstanden ist, nimmt dies zum Ausgangspunkt, um einmal mehr die (Wissens-)Ökonomien der Creative City im so genannten kognitiven Kapitalismus kritisch unter die Lupe zu nehmen. Armin Medosch schlägt in seinem einleitenden Artikel zum Heftschwerpunkt vor, Kultur als systemische Eigenschaft des heute vorherrschenden Akkumulationsregimes in der wissensbasierten Ökonomie zu lesen. Wie sehr die Europäischen Kulturhauptstädte Teil dessen sind, gleichzeitig aber nach wie vor in die Konstruktion von Image und Identität investieren, zeigt Monika Mokres Text. Der Ökonomisierung „kultureller Vielfalt“ in der Creative City widmen sich Onur Suzan Kömürcü – die auf eine damit einhergehende Entpolitisierung von Antirassismus und empowerment hinweist – am Beispiel Berlins sowie Elisabeth Mayerhofer – anhand einer aktuellen Studie zur türkischen, chinesischen und südasiatischen Kreativwirtschaft – am Beispiel Wiens. Den Abschluss des Schwerpunkts bilden die Beiträge von Maurizio Lazzarato und Gerald Raunig. Lazzarato fasst den kognitiven Kapitalismus und die Massenkulturindustrien als Systeme einer „Antiproduktion“, die zu gesellschaftlicher Verarmung der Subjektivität und dem Verlust von Zeit führen. Raunig entwickelt – gleich Lazzarato ausgehend vom Beispiel der Intermittents in Frankreich – neue Ansätze für Fluchtlinien, wenn es nicht mehr möglich ist, „die alten Widerstandsformen und Forderungen aus den gekerbten Räumen und Zeiten der Industrialisierung anzuwenden“.

Das Interview mit VertreterInnen der AG Mittwoch und der AG bolognaburns sowie der Kommentar der das aktuelle Heft einleitenden Einrisse widmen sich – anlässlich der am 11. und 12. März in Wien und Budapest geplanten Zehn-Jahres-Festlichkeiten – dem Bologna-Prozess. Ein Alternativgipfel findet am 12. und 13. März in Wien statt.


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|||  Bestellungen:
|||  Kulturrisse 01/10
|||  „Creative Bubbles: (Wissens)Ökonomien der kreativen Stadt “
|||  Einzelpreis: 6,00
||| Jahresabo: 22,00 StudentInnenabo: 17,00 (erscheint mind. 4x im Jahr)

||| Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich:
||| In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Phil, Walther König (MQ), Winter
||| In Linz: Lentos Shop
||| In Berlin: b_books, Pro qm

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| IG Kultur Österreich
| Gumpendorfer Str. 63b
| A-1060 Wien
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| ZVR:  998858552
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| Tel. +43 (01) 503 71 20
| Fax. +43 (01) 503 71 20 - 15
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| http://www.igkultur.at/



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