Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir möchten Sie über die Versteigerung der Ortstafeln in nicht-lateinischen Schriften von Social Impact informieren und bitten um Berichterstattung:
Pressefotos unter: http://social-impact.at
Wir möchten Sie über die Versteigerung der Ortstafeln in nicht-lateinischen Schriften von Social Impact informieren und bitten um Berichterstattung:
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© Daniel Pettinger Ortstafel – Abverkauf Die Stadt Linz lehnte die weitere Aufstellung der Kulturzeichen ab, daher versteigert Social Impact die Linzer Ortstafeln zugunsten von Anti-Rassismus-Projekten. Versteigert werden wöchentlich drei Ortstafeln via ebay. Beginn ist Sonntag der 14. März 2010. Als Start der Versteigerung werden die Tafeln in den Schriften Armenisch, Bengali und Oriya folgenden Initiativen gewidmet: Asyl in Not / Wien (Oriya) Plattform Bleiberecht / Oberösterreich (Armenisch) Werkstatt Frieden & Solidarität / Linz (Bengali) Versteigerungsende: So 21. März, 21.30 Uhr Ortstafeln mit allen in Linz verwendeten Schriften waren ein Zeichen kultureller Vielfalt der LinzerInnen Das Projekt „kommen und gehen“ war eine Intervention im öffentlichen Raum und machte alle in Linz gelebten Schriften und somit auch die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt sichtbar. Social Impact ergänzte an 18 stark frequentierten Ortseinfahrten rund um Linz die bestehenden Ortstafeln mit 36 zusätzlichen Tafeln. Jede dieser Tafeln zeigte das Wort „Linz“ in einer anderen Sprache bzw. einem anderen Schriftsystem. Enthüllt wurden die Tafeln am Tag der Migration, dem 18. Dezember 2008, sie waren im gesamten Kulturhauptstadtjahr 2009 ein Zeichen der Wertschätzung für alle in Linz lebenden Menschen. Fremden Schriften als Stolperstein für die „Üblichen Verdächtigen“ Die Enthüllung der Tafeln fand ein, über die Grenzen Österreichs hinaus, breites und positives Medienecho. Die zu erwartenden Anfeindung von rechter Seite kam prompt. So hatten sich einschlägige Personen den Start ins Kulturhauptstadtjahr wohl nicht vorgestellt. Durch Presseaussendungen und Kommentare machte sich die FPÖ ihrer Entrüstung darüber Luft, dass diese Tafeln nicht nur in einer anderen Sprache sondern auch noch in einer anderen Schrift geschrieben sind und somit für die Mehrheitsbevölkerung nicht zu „lesen“ wären…. Verleumdungen gegenüber dem Projekt -angeblich fehlende behördlichen Bewilligungen wurden konstruiert und bis in den Gemeinderat gebracht. Hier pochte die FPÖ auf die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit, die durch die zusätzlichen Tafeln ihrer Meinung nach stark gefährdet würde. FPÖ blamiert sich mit der Forderung nach zweisprachigen Ortstafeln Als nette Anekdote des Projektes forderte die FPÖ eine Ergänzung der Ortstafeln mit Linz in lateinischer Schrift – und damit zweisprachigen Ortstafeln. Damit zeigt sich wieder einmal wie weit – oder eng - die geistigen Grenzen des rechten Populismus sind, fordert doch die Linzer FP etwas, gegen dass sich ihre Kärntner Bundesgenossen seit Jahrzehnten wehren. Social Impact freut sich über den Rückhalt aus der Bevölkerung, keine Ortstafel wurde verrückt oder beschädigt! Vom größten Teil der Bevölkerung und von vielen BesucherInnen wurde das Projekt sehr positiv aufgenommen. Social Impact erhielt viele Rückmeldungen und Anfragen. Entgegen den Befürchtungen von Social Impact wurden keine Ortstafeln gestohlen, verrückt oder beschädigt. Dies lässt auf eine große Reife und Aufgeklärtheit der LinzerInnen schließen und wäre in einem südlicheren Bundesland nicht vorstellbar. Stadt Linz lehnt eine Weiterführung ab und besteht auf dem Abbau der Tafeln mit Ende 2009 – Toleranz und Anerkennung scheint auf das Jahr 2009 begrenzt Die Toleranz und Aufgeklärtheit der LinzerInnen wird aber von der Stadtregierung nicht geteilt. Bedauerlicherweise wurde das Angebot, die zusätzlichen Ortstafeln als Dauerleihgabe an die Stadt Linz zu übergeben abgelehnt. Kommen und Gehen musste aus diesem Grund mit Ende 2009 abgebaut werden und führt uns die engen Handlungsspielräume der realpolitischen Situation ein weiteres Mal vor Augen. Oder - fehlt etwa der Mut zu gesellschaftspolitischen Statements auch wenn der gesellschaftliche Diskurs eine breite Akzeptanz und Aufgeklärtheit erreicht hat? Social Impact setzt mit der Versteigerung der Ortstafeln zu Gunsten von Antirassismus-Projekten ein politisches Statement Nichtsdestotrotz soll und wird die Intention des Projektes auch nach Linz09 weiter bestehen. Ab 14. März werden wöchentlich drei Ortstafeln via ebay versteigert. Der Erlös des Ortstafel – Basars wird verschiedenen Projekten der Antirassismusarbeit in Österreich gewidmet und somit in vielen Initiativen zur Demokratisierung auch nach Linz09 weiterleben. An dieser Stelle noch ein Danke an alle Mitwirkenden und UnterstützerInnen am positiven Gelingen des Projektes! |
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Informationen zum Projekt und den einzelnen Schriften: http://www.kommenundgehen.at
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