Montag, 17. Mai, 19.00
Halbinseln gegen den Strom
Krise ohne Ende. Teil 3

Bei immer mehr Menschen wächst die Offenheit, oder schlicht
die Einsicht in die Notwendigkeit, grundlegende Alternativen
zu denken, die einen Ausweg aus unserer gegenwärtigen
Produktions- und Lebensweise und die Abkehr vom Dogma
des quantitativen Wachstums ermöglichen ? bevor der ver-
rückte Selbstzweck eines einzig auf die Profitmaximierung
des Kapitals ausgerichteten Systems alle Lebensgrundlagen
zerstört. Halbinseln gegen den Strom beschreibt Wege jenseits
von Kapitalismus, Geld und Tauschlogik.

Friederike Habermann, Ökonomin und Autorin, Berlin
Moderation: Petra Ziegler, Attac

Friederike Habermann: Halbinseln gegen den Strom: Anders leben und
wirtschaften im Alltag. Sulzbach / Taunus: Ulrike Helmer Verlag 2009

Krise ohne Ende ? oder: Auswege aus der globalen Konkurrenz­
wirtschaft. Veranstaltungsreihe von Attac Österreich




Dienstag, 18. Mai, 19.00
10 Thesen zu: Visueller Politik
Podiumsgespräch

In 10 Thesen skizziert Tom Holert aktuelle Tendenzen visueller
Politik. Seine politisch pointierte Medienreflexion exemplifiziert
er unter anderem am Einsatz von Überwachungsvideos als
Beweismaterial in den Prozessen gegen iranische Oppositio-
nelle und knüpft daran Fragen nach dem Zusammenhang von
dokumentaristischer Ästhetik und forensischer Funktion von
Videobildern.

Tom Holert, Institut für Kunst und Kulturwissenschaften, Akademie
der bildenden Künste, Wien
Eva Horn, Institut für Germanistik, Universität Wien
Ramón Reichert, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft,
Universität Wien

Veranstaltungsreihe 10 THESEN von Eva Horn und Ramón Reichert




Mittwoch, 19. Mai, 19.00
Zum Denken der sexuellen Differenz
Buchbesprechung

Luce Irigarays Theorem der sexuellen Differenz wird vorgeworfen,
einer normativen Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit das Wort
zu reden und mit ihrem Postulat einer weiblichen Subjektposi-
tion die Subjektkritik des 20. Jahrhunderts zu ignorieren. Laut
der Philosophin Tove Soiland interveniert Irigaray mit ihrem
Theorem in eine innerfranzösische Kontroverse, die als Dekon-
struktion der Psychoanalyse bezeichnet wird. Vor diesem
Hintergrund wird die Kritik an Irigaray an das dekonstruktive
gender-Verständnis zurückgegeben, für das im deutschspra-
chigen Raum paradigmatisch die Schriften Judith Butlers stehen.

Birge Krondorfer, Philosophin
Tove Soiland, Philosophin

Tove Soiland: Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine Dritte
Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten. Wien / Berlin:
Turia + Kant 2010




Donnerstag, 20. Mai, 19.00
Radio Alice. 33 Years After
Media Activism 1

Als würden sie ein anthropologisches Ritual ausführen, hat die
Mehrheit der bologneser Jugendlichen beschlossen, sich
nackt auszuziehen, Gesicht und Körper zu bemalen wie Wilde
bei einer Initiationszeremonie, Grammatik und Syntax zu ver-
gessen, die bekannten Wörter in Anagramme zu verwandeln,
in Versen zu sprechen, auf die frühesten Zustände der Ver-
gangenheit zu regredieren und sich die avanciertesten Zukunfts-
szenarien auszudenken, alle Sprachen der Welt zu verwerfen,
um sie neu zu erfinden, weil alle Sprachen der Welt schon
längst versagt hatten.? Maurizio Torrealta, Genua 1996

Klemens Gruber, Autor, Institut für Theaterwissenschaft, Universität Wien
Maurizio Torrealta, Mitbegründer von Radio Alice, Chefredakteur RAI news24
Franco Berardi ?Bifo?, Mitbegründer von Radio Alice, Philosoph
Enrico Palandri, Autor, University College London

Klemens Gruber: Die zerstreute Avantgarde. Strategische Kommuni ka tion
im Italien der 70er Jahre. Wien: Böhlau 2010
TFM ? Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien




Freitag, 21. Mai, 19.00
Radio Alice. Filme & Kommentare
kinokis mikrokino # 172

In den 1970er Jahren verwandelte sich Italien in ein soziales
Laboratorium, in dem Medienexperimente eine entscheidende
Rolle spielten. Kurz vor der Ankunft des Privatfernsehens,
das heute unter Berlusconi eine TV-Diktatur ausübt, ließ ein
Netzwerk von lokalen, ?freien? Radiostationen das staatliche
Monopol zusammenbrechen. Anfang 1976 begann ein Radio-
kollektiv aus den Studios von Radio Alice zu senden: Eines
Morgens wünscht eine sanfte Frauenstimme den HörerInnen
einen guten Morgen: ?Eine Einladung an euch, heut morgen
nicht aufzustehen, mit jemandem im Bett zu bleiben, euch
Musikinstrumente zu bauen und deleuzianische Maschinen.?

Kommentare von Franco Berardi ?Bifo?, Enrico Palandri, Maurizio
Torrealta und Klemens Gruber
Alice é in Paradiso (I 2002). Regie: Guido Chiesa. 77 min. Dt. Übers.
live eingesprochen
Videomaterial aus Bologna 1977

In Kooperation mit dem TFM ? Institut für Theater-, Film- und
Medienwissenschaft, Universität Wien






Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der
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