THE SHELTER PROJECT ERÖFFNET IN WIEN

THE SHELTER PROJECT
Wien, 9. – 13. Juni 2010

Projektwerksatt SOHO,  1160 Wien, Schellhammergasse 24
 http://theshelterproject.wordpress.com/

Pressekontakt: Victoria Hindley, Veranstalterin/Kuratorin/Künstlerin
Telefon: [43] 650 300 5890  E-Mail: [email protected]
Für nähere Informationen besuchen Sie bitte http:// theshelterproject.wordpress.com/
oder kontaktieren Sie Victoria Hindley (English) unter [43] 650-3005890.

Vom 9. bis 13. Juni prästentieren 25 internationale KünstlerInnen, TheoretikerInnen und SprecherInnen Kunstwerke, Vorträge und Performances, die das Thema shelter interpretieren. Die Beiträge repräsentieren eine Vielfalt an Perspektiven; sie wurden zum Großteil für dieses Projekt geschaffen und werden zum ersten Mal in Wien gezeigt. THE SHELTER- PROJECT findet vom 9. – 13. Juni 2010 in der Projektwerkstatt SOHO, 1160 Wien, Schellhammgergasse 24 statt. Es wird von Victoria Hindley, Nina Goldnagl und Wolfgang Sützl in Zusammenarbeit mit Beatrix Zobl, Wolfgang Schneider, sowie dem TRANSART COLLECTIVE (int'l) und SOHO IN OTTAKRING veranstaltet.

Absicht von THE SHELTER PROJECT ist es, einen interkulturellen Austausch neuer Arbeiten und Ideen sowie einen offenen Dialog zu ermöglichen, und dabei ein anspruchsvolles künstlerisches Programm zu einem entscheidenden Thema vorzustellen. Das englische shelter (Zufluchtsort, Unterstand, Schutzraum) ist ein scheinbar einfacher Begriff, der sich jedoch einer leichten Definition oder Übersetzung entzieht. Er hat zahreiche tief reichende persönliche, philosphische und politische Bedeutungen. Er betrifft er uns alle und wird von jedem/jeder Einzelnen in sehr unterschiedlicher Weise erlebt. THE SHELTER PROJECT durchmisst ein weites kulturelles Feld, um diesen zentralen Begriff und seine vielfältigen Erscheinungsformen in der Gegenwart zu untersuchen. Die Mitwirkenden an SHELTER repräsentieren eine multikulturelle Vielfalt von Stimmen und kommen aus verschiedenen Disziplinen wie Kunst, Philosophie, Politikwissenschaft und Literatur, sowie den Ländern USA, Kanada, Österreich, Malta, Kolumbien, Venezuele und Puerto Rico.

PROGRAMM
Alle sind willkommen, der Eintritt zu allen Events ist frei.

THE SHELTER PROJECT: Internationale Multimedia-Ausstellung
9. Juni: Vernissage 18.00
10., 11., 12. Juni: Ausstellung geöffnet von 12.00 – 20.00
13. Juni: Ausstellung geöffnet von 12.00 – 18.00

Mitwirkende KünstlerInnen: Ruth Bianco, Video / Jean Marie Casbarian, Video / Miranda Clark, Fotografie / Fishpool, Mixed Media + Performance / Simon Donovan, Mixed Media / Nicolas Dumit Estevez & Jonny Farrow, Audio / Nina Goldnagl, Fotografie / Niki Hampton, Mixed Media / Victoria Hindley, Fotografie / Renee Kildow, Fotografie / Knoll + Cella, Fotografie / Karen Marshall, Fotografie / Freya Olafson, Video / Victoria Oscarsson, Lyrik / Heidi Phillips, Video / Patricia Sellmer, Mixed Media / Wolfgang Schneider, Video / Beatrix Zobl, Mixed Media

10. Juni:   12.00–20.00 Ausstellung geöffnet

10. Juni: 18.00–20.00 Vorträge (in englischer Sprache):
Dr. Wolfgang Sützl, Philosoph and Medientheoretiker, Österreich: “Untranslating Shelter” Dr. Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin, Österreich: „About the Right to Feel at Home“ Dr. Josefina Echavarría Alvarez, Friedensforscherin, Kolumbien/ Österreich: „Strangers’
Subjectivity: Writing the Self in Migration Discourses in Austria“.

11. Juni: 12.00–20.00 Ausstellung geöffnet
12. Juni: 12.00-20.00 Ausstellung geöffnet

12. Juni: 18:00 SOHO Presents: “In the Aesthetic Trenches: Artists Fight Racism”

In Zusammenarbeit mit SOHO IN OTTAKRING lädt THE SHELTER PROJECT zu einer Podiumsdiskussion im Rückblick auf das 12. SOHO-Festival “Pfeif drauf – Ventil Rassismus” ein. Mit Ula Schneider, SOHO-Direktorin, Beatrix Zobl und Wolfgang Schneider, Kodirektoren, und
weiteren KünstlerInnen.

12. Juni: 20:00 Performance: “Movable Objects”
mit Luis Lara Malvacias (Venezuela) und Partnern

Mehr über THE SHELTER PROJECT
Shelter wurde historisch als etwas Vorübergehendes definiert. Es wird jedoch immer deutlicher, dass sich ein hybrider Begriff jenseits kultureller Grenzen heraus bildet, der auf einen permanenten Shelter- Zustand verweist. Es geht nicht mehr um Schutz im wörtlichen Sinn, sondern um eine Vielfalt von Mechanismen, anhand derer wir uns mit der Welt auseinander setzen. Ist shelter in der Kultur des 21. Jahrhunderts, einer Kultur der Zwischenräume, die von den Erfahrungen der ständigen Bewegung, der Desorientierung und der Hypermediatisierung gekennzeichnet ist, zu einer Geisteshaltung geworden, zu einer mobilen Gemütsverfassung? Ist shelter ein konkreter Ort, oder eine kaum greifbare Vorstellung von miteinander verknüpften Erfahrungen und Beziehungen—die Summe der eigenen gelebten Erfahrung? Wie beeinflussen unsere kulturellen Narrative unsere Vorstellungen von shelter? Wer hat Zugang zu shelter, und wer nicht? Wann ist shelter lebensaffirmierend, und wann wird es zu einem Zwang? THE SHELTER PROJECT behandelt diese und andere Fragen aus einer Vielfalt von Perspektiven und stellt Projekte vor, in welchen der Bezug der Kunst zur Schnittstelle des Persönlichen und Politischen zum Ausdruck kommt. Es geht um ein provokantes Thema, das im Zentrum vieler Debatten steht—Privatsphäre vs. Sicherheit, displacement, Rassismus, Sexismus, Xenophobie, Identität, Zugehörigkeit—, und das sich implizit oder explizit in den meisten gesellschaftlichen Dialogen wiederfindet und das tägliche Leben sowohl direkt als auch unterschwellig beeinflusst. Wie verstehen wir shelter in einer Welt, die sich durch permanente Veränderung und zunehmende Instabilität auszeichnet? SHELTER befreit diese Universalthema der Gegenwart, das sich jenseits konstruierter Grenzziehungen wie Nationalität, Rasse, Gender, und Alter befindet, aus seinen Verpackungen. In der Ausstellung und dem Rahmenprogramm aus Performances und Vorträgen werden unterschiedliche Interpretationen und Positionen vorgestellt—Antworten, die bald direkt und bald indirekt, mehr metaphorisch als wörtlich, und meistens ziemlich überraschend sind. Was die einzelnen Arbeiten verbindet ist das Menschliche. Anstatt Stellungnahmen abzugeben, die als richtig oder falsch eingeordent werden könnten, bietet THE SHELTER PROJECT eine Verlängerung der eigenen Definition—eine psychologische, politische, philosophische und kulturelle Erkundung eines sehr persönlichen Themas, und der Kräfte, die unsere jeweils eigene Beziehung mit ihm gestalten. Unser Begriff von shelter ist in ständiger Entwicklung. Durch einen offenen Austausch von Ideen und Kunstwerken untersucht THE SHELTER PROJECT wie unsere kollektiven Erfahrungen von shelter sich mit herkömmlichen Vorstellungen von Ort und Identität vertragen oder auch nicht, und bringt dabei neue Fragen und Ideen zu den immer wichtigeren Implikationen des Zusammenlebens auf der Welt hervor.

Für nähere Informationen besuchen Sie bitte http:// theshelterproject.wordpress.com/ oder
kontaktieren Sie Victoria Hindley (English) unter [43] 650-3005890.
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Barbara Pichler
fon +43 (0) 664 453 77 35
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1030 Wien





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