CHRISTINE KÖNIG GALERIE

PRESSEINFORMATION - mit der Bitte um Ankündigung in Ihrem Medium:
JUERGEN TELLER
Texte und Bilder

Aus der Serie CONVERSATIONS: Samstag, 13. November 2010, 13 Uhr
JUERGEN TELLER spricht mit CHRISTOPH AMEND,  Redaktionsleiter  des ZEITmagazin,
über seine wöchentliche Rubrik Unterwegs mit Juergen Teller.

Eröffnung: Dienstag, 16. November 2010, 19 - 21 Uhr. Der Künstler ist anwesend.
Ausstellungsdauer: 17. November 2010 - 08. Jänner 2011

Ausstellungsansichten nach der Eröffnung unter: www.christinekoeniggalerie.com
Für weitere Informationen und druckfähiges Material kontaktieren Sie uns bitte 
unter: [email protected]

http://www.christinekoeniggalerie.at/news/10/VivienneWestwood.jpg


JUERGEN TELLER
Vivienne Westwood No.1, London 2009
C-Print
30,5 x 40,6 cm
Ed. 5
Courtesy Juergen Teller und Christine König Galerie, Wien

JUERGEN TELLER wurde 1964 in Erlangen geboren, Studium an der Bayerischen 
Staatslehranstalt für Photographie in München. Er lebt und arbeitet seit 1986 
in London.

Ausgewählte Ausstellungen:
2010 Calves and Thighs/Photoespana, Sala de Exposiciones Alcá 31, Madrid; Touch 
me, Le Consortium Rue Quentin, Dijon, Frankreich; Juergen Teller, Kunsthalle 
Nürnberg; 2009 Juergen Teller, Lehmann Maupin, New York; Teller, De Hallen, 
Harlem, Niederlande; 2007 Biennale Venedig; 2006 Do you know what I mean, 
Fondation Cartier pour l'art contemporain, Paris; 2005 Louis VX, Contemporary 
Fine Arts, Berlin; Juergen Teller, Modern Art, London; 2004 Ich bin vierzig, 
Kunsthalle Wien; Tracht, Kunsthalle Mannheim; Fashioning Fiction: Photography 
since 1990, MOMA, Museum of Modern Art, New York; 2001 Century Cities, Tate 
Modern, London.

„Wir in der Redaktion des ZEITmagazin sind seit Jahren Fans von Juergen Teller, 
weil er Mode und Kunst, Prominente und Unbekannte, das Berufliche und das 
Private auf eine einzigartige Weise zusammenführt - ohne Angst, ohne falsche 
Rücksichten, aber mit viel Humor. Also haben Bildredakteur Andreas Wellnitz und 
ich Juergen Teller im Sommer vergangenen Jahres in London besucht, haben ihm 
einen Rahmen der Kolumne vorgeschlagen: jede Woche ein Bild, dazu ein Text, 
beides von ihm. Er hat dann das Konzept entwickelt, wie immer bei ihm aus 
seinem Lebensgefühl heraus: Er ist viel unterwegs, trifft die 
unterschiedlichsten Menschen, ist dazwischen immer wieder Zuhause bei seiner 
Familie. So kam es zum Titel der Serie: Unterwegs mit Juergen Teller. Mal 
schreibt der Fotograf über die Entstehung der Aufnahmen, mal erklärt er sein 
Konzept für das Shooting, mal erzählt er von seiner Beziehung zu den Menschen, 
die er zeigt. Und immer wieder ist er auch selbst Teil der Szenerie. Durch 
diese einmalige Verbindung von Foto und Text wird der Betrachter zum Leser und 
der Leser zum Betrachter und taucht ein in die Welt eines der prägenden 
Fotografen unserer Zeit. Und das Werk von Juergen Teller ist durch seine im 
unverwechselbar fränkisch-britischen Sound gehaltenen Miniessays um eine 
Dimension erweitert worden.” (zit. n. Christoph Amend, Oktober 2010)

Diese ZEITmagazin Serie steht im Mittelpunkt der ersten Einzelausstellung 
Juergen Tellers in der Christine König Galerie. Dazu zeigen wir eine Auswahl 
aus seinem fotografischen Werk (Vivienne Westwood, Charlotte Rampling, Richard 
Hamilton u.a.).

„Bubenreuth, Sommer 1971. Ich stehe auf einem drei Meter hohen Holzstapel. 
Jürgen direkt hinter mir. Ich springe und lande mit zitternden Beinen in einem 
von uns gesteckten engen Kreis aus angespitzten Pfählen, unverletzt und 
erleichtert. Jürgen, zwei Jahre jünger, springt als Zweiter, zu kurz, und reißt 
sich eine tiefe Wunde ins Fleisch. Wir starren uns einen Augenblick voller 
Schrecken an, dann rennt er ins Haus.
(...) Jürgen ist immer weiter gegangen als andere. Er hat nie da angehalten, wo 
es für mich Grenzen gibt. Aber Jürgen springt immer wieder, als habe er nichts 
zu verlieren oder alles. Beklagt hat er sich nie, nicht über seine 
Verletzungen, die Schwierigkeiten der Kindheit, auch nicht als er aus 
Geldmangel in London Nächte in seinem alten Mercedes verbringen musste. Er war 
getrieben und ist es immer noch. (...) In seiner Kolumne im ZEITmagazin schrieb 
Jürgen, dass er den Kontrollverlust liebt. Das ist es, was ihn immer wieder 
umtreibt, vielleicht weil er sich selbst oft am Rande der Kontrolle und 
Haltlosigkeit bewegt und trotzdem Herr der Lage bleibt.“ (zit. n. Helmut Teller 
in: Calves and Thighs, Juergen Teller; TF. Editores, Madrid, 2010)

„Ich phantasiere, als europäischer Intellektueller photographiert zu werden, an 
einem Kaffeehaustisch oder in meiner Bibliothek, gelehnt an die Bücherregale. 
Ich schaue ernst, sogar leicht mysteriös, gedankenverloren, als bemerkte ich 
den Fotografen und seine Assistenten gar nicht. Aber vermutlich würde es damit 
enden, dass ich verbraucht aussehe, abscheulich und überheblich. Wie es ihm 
gelingen konnte, David Hockney zu photographieren, wie er im Wohnzimmer seiner 
Mutter herumlümmelt, rauchend und von oben bis unten mit der Asche all seiner 
Zigaretten bedeckt, für die ganze Welt erkenntlich als irgendein schmuddeliger 
alter Mann aus Nordengland, ich weiß es nicht! Es ist, als hätte dieser 
Künstler nie etwas von Kalifornien gehört, noch weniger je von schönen Knaben 
geträumt, von Rasensprenklern und Swimming pools. (...) Als Juergen Teller mich 
fotografierte, fragte ich mich, ob er es irgendwie geschafft hatte, meine Seele 
mithilfe dieser kleinen schwarzen Kiste einzufangen, anstatt nur meine 
Eitelkeit, meinen Narzissmus, meine Lächerlichkeit. Ich bin zu der Überzeugung 
gekommen, dass das, was er wirklich versucht einzufangen, dieser Furor ist, 
dieser Wahnsinn, dass wir am Leben sind. Das gilt für seine gesamte Arbeit, sei 
es für die Modewelt, für seine Porträts oder seine anderen Fotografien.
(zit. n. Adrian Searle in: Calves and Thighs, Juergen Teller; TF. Editores, 
Madrid, 2010)


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