Montag, 24. Jänner, 19.00 Geschlecht und Heteronormativität überwachen Vortrag
Die Zeiten, in denen das geschlechtsspezifisch "richtige" Verhalten von Frauen und Männern sowie die Grenzziehung zwischen "normaler" und "perverser" Sexualität rigide geregelt wurden, scheinen in Mitteleuropa vorbei zu sein. Haben Geschlecht und Heteronormativität für die gesellschaftliche Ordnung an Bedeutung verloren? Oder sind, durch die neoliberale Flexibilisierung auch von Normen, zwar einerseits rigide Formen des Überwachens von Geschlecht und Heteronormativität aufgeweicht, zugleich aber die Weisen, wie geschlechtliche
und sexuelle "Normalität" hergestellt wird, subtiler geworden?Gundula Ludwig, Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Universität Marburg
In Kooperation mit dem IWK ? Institut für Wissenschaft und Kunst Mittwoch, 26. Jänner, 19.00 Bevor Big Brother kam feminismen diskutierenMit ihrem neuen Buch fragt Sabine Prokop nach den Mechanismen des Fernsehens und wie ZuseherInnen diese umgehen können. Im durch die TV-Unterhaltung entstehenden Vergnügen vermuten feministische Wissenschaften eine Möglichkeit, Widerstandspotential gegen repressive soziokulturelle Strukturen zu entwickeln. Populär kann im Fernsehen nur werden, was Subtexte anbietet und Lesen gegen den Strich möglich macht. Mediensemiotik und Cultural Studies gehen dabei von
Texten als offene und keinesfalls reibungslos vor sich gehende Prozesse aus. Sabine Prokop, Kultur- und Medienwissenschafterin, Künstlerin, Wien Hanna Hacker, Soziologin und Historikerin, Universität Wien Gloria Withalm, Filmwissenschafterin, Universität für angewandte Kunst, WienSabine Prokop: Bevor Big Brother kam. Über das Fernsehen am Ende des 20. Jahrhunderts. Angewandte Kulturwissenschaften Wien, Band 16.
Wien: Praesens Verlag 2010 In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen Donnerstag, 27. Jänner, 19.00 Feministische Ökonomie VortragKonzepte der alternativen Politischen Ökonomie ermöglichen es, die Kritik an der Ökonomisierung von Bildung zu erweitern. Die Feministische Ökonomie ist ein Teil einer solchen alternativen Politischen Ökonomie; ein diesbezügliches Praxisfeld mit langjähriger Erfahrung ist der Frauenakademie-Lehrgang Geld und Leben. Wirtschaftskompetenz entwickeln. Zur Diskussion stehen die theoretische Grundlegung, Umsetzung und die Wirkungen des Lehrgangs sowie Fragen nach Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen Wirtschaftskompetenz für übergreifende Prozesse der individuellen und kollektiven Ermächtigung.
Margit Appel, Gesellschaftspolitik und Politische Erwachsenenbildung in der Katholischen Sozialakademie Österreichs
Luise Gubitzer, Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien In Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste und dem IWK Freitag, 28. Jänner, 19.00 Community Based Design, and Beyond! TheoriesalonMathias Heyden thematisiert autogenerative, radikal-emanzipative Zivil- und Raumpolitiken hinsichtlich möglicher Planungs- und Architekturpraktiken. Entlang dreier Berliner Generationen alternativer Wohn-, Arbeits- und Kulturbauten diskutiert er eine zunehmend informelle, situative Stadtentwicklung. Wie kann eine basisdemokratische, konsequent nachhaltige Entwicklung von Stadt als Ganzes gedacht werden?
Mathias Heyden, ISPARA ? Institut für Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung, Berlin
Andreas Rumpfhuber, Expanded Design, WienIn Kooperation mit Expanded Design. Theoriesalon ? eine von Expanded Design konzipierte Reihe von architektur- und designtheoretischen Seminaren, diskutiert die Ausweitung des Design- und Architekturbegriffs und fragt nach Möglichkeiten einer kritischen zeitgenössischen Architektur- und Designpraxis.
Depot Breite Gasse 3 A-1070 Wien NEUE TELEFONNUMMER: +43 (0)699 13 53 77 10 E-Mail: [email protected] www.depot.or.atDas Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.
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