k/haus


bäckerstrasse4 / part 1
kuratiert von Silvie Aigner


Eröffnung: 24. Februar 2011, 19 Uhr

25. Februar - 27. März 2011
Künstlerhaus k/haus Passagegalerie



Begrüßung: Joachim Lothar Gartner, Präsident des Künstlerhauses
Zur Ausstellung: Silvie Aigner, Kuratorin

Das Künstlerhaus hat mit der Passagegalerie einen speziellen Ausstellungsraum, der im Besonderen der Präsentation junger, diskursiver Kunstpositionen dient. Die spezielle örtliche Situation mit Arena und anschließender Passage stellt eine markante Herausforderung an Umsetzung und Rezeption. Der Ort wird täglich von tausenden Passanten wahrgenommen.
Das Künstlerhaus hat die bäckerstrasse4 – plattform für junge Kunst, die sich in den letzten Jahren in Wien als erfolgreicher und offener Präsentations- und Kommunikationsraum etabliert hat, eingeladen, 2011 erstmals eine Ausstellung mit Positionen aus dem Pool ihrer KünstlerInnen in der Passagegalerie zu zeigen. Als Kooperationspartner bietet das Künstlerhaus mit der Passagegalerie damit einen Ausstellungsort an, in dem in Fortsetzung des Projektes einmal jährlich von der bäckerstrasse4 internationale KuratorInnen eingeladen werden, eine Auswahl der von der bäckerstrasse4 vertretenen jungen Künstlerinnen zu präsentieren. Das Konzept eines Dialogs der KünstlerInnen der bäckerstrasse4 mit internationalen KuratorInnen in der Passagegalerie ergänzt die geplanten Ausstellungen der bäckerstrasse4 in den österreichischen Kulturforen, wo angestrebt wird nachhaltige Kontakte zur dortigen Kunstszene wie auch zu den KuratorInnen aufzubauen. Diese sollen in den nächsten Jahren ebenso in Wien präsentiert werden. Für part 1 wurden Alan Cicmak, Thomas Gänszler und Songül Boyraz ausgewählt die Passagegalerie sowie die Plakatwand im Vorfeld des Raumes zu bespielen. part 1 wird von Silvie Aigner kuratiert.

www.baeckerstrasse4.at


Alan Cicmak
* 1976 in Stuttgart, 2006 Diplom für Film und Videokunst, Merz-Akademie Stuttgart, 2006 - 2010 Studium an der Akademie für bildende Künste Wien, Oktober 2008 - März 2009 Museum für angewandte Kunst Wien (MAK) / Schindler Stipendium
MAK Center Los Angeles (CA) / Schindler House. Lebt und arbeitet in Wien.

Der Arbeiten von Alan Cicmak liegt in erster Linie eine Auseinandersetzung mit spezifisch filmischen Techniken der Kadrierung, Montage und Narration zugrunde. Diese strukturellen Parameter werden dem Film entnommen und neu formuliert. Der Prozess, der auf diese Weise generiert wird, basiert auf dem Interesse, eine differenzierte Position in Bezug zu Produktion, Darstellung und Rezeption von Film einnehmen zu können und gleichzeitig eine zeitgenössische, künstlerische Praxis zu entwickeln, die “Film“ unter Bedingungen heutiger Medien weiterdenkt. In diesem Zusammenhang stellen die installativen Arbeiten einen wesentlichen Aspekt dar, indem sie räumliche, respektive zeitliche Koordinaten, als konstitutive Elemente des Mediums Film in realen Raum transformieren. In der Passagegalerie stellt Alan Cicmak eine Installation aus Sockel des Künstlerhauses zusammen und verdichtet so den Raum den die Sockel normalerweise in Ausstellungen einnehmen zu einer Skulptur, die als filmische Projektionsfläche dient. Der Film seinerseits spielt mit den, dem Medium immanenten Leerstellen, die so einen Gegenpart zur Geschlossenheit der Skulptur bilden. Den Raum den die Kuben eingenommen haben in den verschiedenen Ausstellungen gibt es nicht mehr, er wird zusammengefügt zu einer neuen räumlichen Verdichtung. (Alan Cicmak)


Thomas Gänszler
*1982 in Wien, 2000 - 2001 Studium an der Universität Wien Mathematik / Geschichte / Politikwissenschaft, 2001 Studium an der Universität für angewandte Kunst / Kunstwissenschaften / Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, 2003 Kunst und kommunikative Praxis bei Erwin Wurm, Barbara Putz- Plecko, Michael Kienzer und Werner Feiersinger, 2005: Bildende und Mediale Kunst, Bildhauerei / Plastik und neue Medien / Erwin Wurm, lebt und arbeitet in Wien und im Burgenland

Seine Arbeiten zeichnen sich durch ein großes Interesse am Material und an der Auseinandersetzung mit dem Raum aus. Die Motive und Materialien seiner Skulpturen und Objekte beziehen sich auf alltägliche Dinge, werden jedoch durch Fragmentierung und Überarbeitung in seine charakteristische Formensprache übersetzt, die den Betrachter über ihre ehemalige Funktion oder ihren Ursprung bewusst im Unklaren lassen. Auch seine aktuellen Sprüharbeiten auf Papier besprechen stets den Raum und arbeiten mit der Dualität der Oberflächen zwischen Fotografie und Malerei. Thomas Gänszlers Arbeit wurde im Vorjahr im Rahmen der Zusammenarbeit mit den österreichischen Kulturforen in London gezeigt. Darüber hinaus wurde sein Entwurf zum Plakat des Opernballs 2011 von einer Fachjury als Siegerprojekt ausgewählt.


Songül Boyraz
* 1969 Turkei, 1990 -1994 Studium der Bildhauerei an der Mimar SInan University Faculty of Fine Arts, Istanbul, 1994 - 2000 - 2001 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, Klasse Michelangelo Pistoletto und von 2000 - 2001, Klasse Peter Kogler. Lebt und arbeitet in Wien.

Das Werk von Songül Boyraz verbindet Fotografie, Video, Performance und Objektinstallation. Vielfach stehen gesellschaftspolitische Fragestellungen sowie eine kritische Wahrnehmung ihrer unmittelbaren Lebenswelten im Mittelpunkt ihrer Arbeiten.
Ihre Video- und Fotoarbeiten stellen stets gesellschaftskritische Themen in den Vordergrund. Wobei sich diese nicht ausschließlich auf die beiden Kulturräume Österreich und Türkei beziehen, in deren Spannungsfeld die Künstlerin lebt. Dennoch bleiben die alltäglichen kulturellen und politischen Rahmenbedingungen von Menschen mit Migrationshintergrund in Wien ein zentrales Thema. Die Isoliertheit im urbanen Umfeld sowie das Ausgeliefertsein in festgefahrenen Strukturen zeigen einige ihrer Videoarbeiten auf eindrucksvolle Weise.
Direkt und schonungslos spricht die Künstlerin auch die Klischees ihrer neuen Heimat an und zeigt jene Stereotype auf, die durch ein kollektives Gemeinschaftsgefühl evoziert werden. Viele ihrer Arbeiten beschäftigen sich auch mit dem Körper als performatives Instrument, um Emotionen auszudrücken. Im Rahmen der Ausstellung plakatiert Boyraz drei Plakatsujets auf die zwar Parameter herkömmlicher Plakatstrukturen aufnehmen jedoch völlig andere Inhalte transportierten. „Ich habe versucht Portraits von Menschen zu machen, die nicht bezahlt wurden, sondern ihre persönliche Statements zu diesem Thema artikulierten.“
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EINTRITT FREI
täglich für Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren
Donnerstags 18-21 Uhr für alle BesucherInnen
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Künstlerhaus k/haus
Karlsplatz 5
1010 Wien
Tel. 01 / 587 96 63
Fax 01/ 587 87 36
Täglich 10-18, Do 10-21 Uhr
[email protected]
www.k-haus.at
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