Premiere des Dokumentarfilms "WAS HEISST DENN HIER RUHESTAND!? DIE AGE
COMPANY" am 19. April um 19 Uhr im Filmhaus am Spittelberg.
60- und 70 jährige betreten zum ersten Mal jene Bühnen, die
Profi-Tänzerinnen bereits im Alter von 35 Jahren verlassen haben. Ihr
Anspruch: sich in Form von zeitgenössischen TanzPerformances öffentlich
zu präsentieren, als aktive KünstlerInnen und nicht als passives
Publikum.
Die fünfzehn Mitglieder der AGE COMPANY kommen aus unterschiedlichen
Berufen: Wirtschaftsexpertin, Physiotherapeutin, Modell, Journalistin,
Sozialarbeiterin, Telefonistin, Cutterin, Fremdenführerin, Kosmetikerin,
Kulturmanagerin. Sie sind verliebt, verheiratet, geschieden. Sie leiden
unter Bandscheibenvorfall, haben künstliche Hüftgelenke, Grauen Star,
Zahnprothesen und Koordinationsschwierigkeiten. Jede hat ein anderes
Motiv, mitzumachen: etwas Neues wagen, sich einen Lebenstraum erfüllen,
der Einsamkeit entkommen, das eigene kreative Potential ausleben,
endlich künstlerisch arbeiten.
Bescheiden, dankbar und freundlich sollten sie sein, die Alten,
zufrieden auf ein erfülltes Leben zurückblicken und weise nach vorne
schauen, möglichst unauffällig und bewegungslos, so will es die
Gesellschaft. Aber, ist das wirklich eine Perspektive für älter werdende
Menschen?
Die Mitglieder der AGE COMPANY sagen Nein danke. Richtungswechsel ist
angesagt, neue Geschichten wollen erzählt werden
Die dabei verwendeten Requisiten: die alternden Körper, diese Speicher
von individuellen Geheimnissen, biographischen Brüchen, unerfüllten
Hoffnungen, aufflackernder Wut, Angst vor der Liebe, Resignation über
verpasste Gelegenheiten, der Sehnsucht nach Freiheit und von der Freude
am Leben.
Der Dokumentarfilm von Regisseur Kurt Brazda und Kameramann Benjamin Epp
begleitet die AGE COMPANY über ein Jahr, nimmt teil am Leben einzelner
Protagonistinnen und dokumentiert Frust und Lust beim Erarbeiten der
Tanzgeschichten. Er zeigt aber auch die Arbeit der Choreografin, sowie
die Performance selbst. Die Ästhetik der älteren Körper, an denen sich
die jeweilige Lebensgeschichte ablesen lässt, wird in den Bildern
deutlich wahrnehmbar.
KAMERA und SCHNITT: Benjamin Epp
TON: Christian Bednarik
AUFNAHMELEITUNG: Ilse Stadler
BUCH: Nora Aschacher
REGIE: Kurt Brazda
Beschränkte Platzanzahl! Um Antwort wird unter der Telefonnumer +43 1
3745312 oder unter der Email Adresse [email protected] gebeten.
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