------ -- MEDIENINFORMATION -- World-Information Institute -- http://world-information.net/
------ -- Unsere digitale Zukunft – too big to fail! -- Konferenz SHARED DIGITAL FUTURES diskutierte die Auswirkung -- digitaler Netzwerke und Technologien auf Kulturproduktionen Internationale KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, Technologie-ExpertInnen und UnternehmerInnen diskutierten auf Einladung des World-Information Institutes am 14./15. Juni 2013 im Rahmen der Konferenz SHARED DIGITAL FUTURES die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kulturproduktion. Aus dem Blickwinkel des unabhängigen Kulturschaffens wurde eine deutliche Einigkeit erzielt, dass der freie und nicht-kommerzielle Austausch von Kulturgütern positiv gesehen werden muss. Aus diesem Grunde sollten kulturelle Institutionen, Geschäftsmodelle und auch Gesetze diesen Wandel aktiv gestalten – und nicht verhindern! Dabei wurden aber auch problematische Aspekte dieses Wandels nicht ausgespart. "Digitale Arbeit dreht die Uhr in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück", kritisierte Trebor Scholz, Professor für Kultur und Medien an der New School in New York, in seinem Vortrag über digitale Ökonomien. Ungeachtet ihrer vielen neuen Möglichkeiten bringen diese oft alt hergebrachte Ungleichheiten mit sich. So seien z.B. die in letzter Zeit mit schweren Vorwürfen konfrontierten Arbeitsbedingungen bei Amazon nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Für Trebor Scholz ist klar: "Ohne Empörung, ohne Konflikt und Protest, werden wir hier nichts erreichen." Die belgische Künstlerin und Designerin Femke Snelting widmete sich in ihrem Beitrag einem wichtigen Anliegen für die Zukunft digitaler Praxen. "NutzerInnen sollten an der Erarbeitung von Tools beteiligt sein!" Snelting verwies auf die Notwendigkeit komplexer Kollaborations- und Austauschprozesse. Zugleich müsse aber auch ein Bewusstsein geschaffen werden, dass "solche Werkzeuge nicht nur gestalten helfen. Sie wirken auf Nutzerinnen und ihre Organisationsformen zurück." Die erfolgreiche Berliner Musikerin ZOE.LEELA versteht sich als "creative commonist". Mit ihrem Konferenzbeitrag machte sie die theoretischen Diskussionen über aktuelle Kulturproduktion anschaulich. "Es ist für mich sehr wichtig, dass ich mit meiner Kunst Geld verdienen kann und gleichzeitig die Möglichkeit habe, sie frei zur Verfügung zu stellen." Aufgrund des Unmuts mit den großen Verwertungsgesellschaften ist nun die Gründung der eigenen Verwertungsgesellschaft C3S geplant. Eric Kluitenberg, (NL) Wissenschaftler, Schriftsteller und Theoretiker an der Schnittstelle zwischen Kultur, Medien und Technologie, unterstrich in seinem Vortrag die Wichtigkeit öffentlicher Institutionen vor dem Hintergrund der neuen Zugänge zu Kultur. Er betonte, dass sie sich von "Hüterinnen der alter Kulturgüter hin zu Impulsgeberinnen neuen Kulturschaffens" entwickeln müssen. Die veränderte Rolle öffentlicher Institutionen wurde auch im Vorfeld der Konferenz im Rahmen eines ExpertInnen-Workshops im MAK Wien diskutiert. Zum Workshop trafen sich VertreterInnen österreichischer öffentlicher Institutionen mit VertreterInnen von internationalen Best-Practice-Institutionen wie z.B. der Tate London und des Deutschen Bundesarchivs. "Der technologiebedingte Wandel in der Kulturproduktion ist in vollem Gange – unsere digitale Zukunft bereits too big to fail", erklärten die beiden Gastgeber Felix Stalder und Konrad Becker vom World-Information Institute zum Abschluss der Konferenz. "Umso mehr brauchen wir schon heute neue Impulse und eine Abkehr von restriktiven Regelwerken, damit diese Zukunft dem dringend erforderlichen Austausch von unabhängigen Kultur- und Wissensinhalten nicht verschlossen bleibt." SHARED DIGITAL FUTURES ist ein Projekt mit Unterstützung durch das Kulturprogramm der EU. ------ -- Konferenz-Dokumentation: -- http://world-information.net/sdf ------ -- Rückfragehinweis: World-Information Institute Institut für Neue Kulturtechnologien/t0 ZVR 121916514 Argentinierstr. 69, A-1040 Wien Tel: +43 (1) 522 18 34 [email protected] http://world-information.net/ ------ -- Erklärung gemäß § 107 TKG Angesichts einer zunehmend erdrückenden Medienkonzentration leistet der nicht-kommerzielle Versand von kulturpolitischen Informationen einen wichtigen Beitrag zur Herstellung diskursiver Öffentlichkeiten. Die neuen Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG § 107) bedeuten eine diesbezügliche Einschränkung, denn seit 1. März 2006 dürfen e-Mail-Zusendungen ausschließlich mit dem Einverständnis der EmpfängerInnen zugesendet werden. Sollten Sie keine weiteren Informationen des Instituts für Neue Kulturtechnologien/t0 beziehen wollen, so ersuchen wir Sie um eine kurze Verständigung. _______________________________________________ Safari - Die Mailingliste fuer Kunst und Wien http://listen.esel.at/mailman/listinfo/safari MAILS SENDEN: mailto:[email protected] Anmelden: mailto:[email protected]?subject=subscribe Abmelden: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe Termin RECHTZEITIG für eSeL Mehl & kalender.esel.at eintragen: http://esel.at/fuettern >:e)
