Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Die
Österreichische Gesellschaft für Architektur
lädt herzlich zu
//Schwerpunkt "Das Geschäft mit der Stadt" - ÖGFA_Podiumsdiskussion//*/
Das Baurecht: Mittel gegen Bodenspekulation?
/**Bettina Köhler (angefragt), Christoph Luchsinger, Rolf Novy-Huy*
Freitag, 28. Februar 2014, 19 Uhr
Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Weitere Informationen <http://www.oegfa.at/index/event.php?item=8132>
ÖGFA/Facebook
<http://www.facebook.com/pages/%D6GFA-%D6sterreichische-Gesellschaft-f%FCr-Architektur/188808381138635>
*/
Das Baurecht: Mittel gegen Bodenspekulation? /*
Die Problematik des Geschäfts mit der Stadt lässt sich anhand des
Geschäfts mit Grund und Boden zuspitzen: Wenn Liegenschaften auf Basis
von öffentlichen Maßnahmen -- ob Verbesserung der Infrastruktur oder
höhere Widmung des Grundstücks -- an Wert gewinnen, so ist dies keine
selbstverdiente Leistung. Wenn es nun von Seiten der Öffentlichkeit
keine Mittel gibt, den Gewinn aus dem Privateigentum von Boden
(teilweise) zu beanspruchen, dann schenkt die Öffentlichkeit der
jeweiligen GrundeigentümerIn einen oft nicht unerheblichen
Mehrwertsgewinn bei Verkauf oder Entwicklung des Grundstücks -- und
fördert Bodenspekulation.
Bodenpolitik hat aber nun auch unmittelbar mit der Leistbarkeit von
Wohnraum zu tun: Gut erschlossene zentrale Grundstücke werden durch die
Bodenspekulation am freien Markt teure Ware, wodurch diese Lagen für
Luxus-Immobilien lukrativ und für Sozialen Wohnbau unbezahlbar werden.
D.h. günstiger Wohnraum wird aus den zentralen Lagen vertrieben. Doch
auch Grundstückseigentum am Stadtrand ist -- in einer Stadt ohne
Mehrwertabgabe -- Spekulationsobjekt.
Unter den bereits bestehenden Formen, Verfügungsrechte über Grund und
Boden auch anders als über private Eigentumsfreiheit zu organisieren,
gibt es unter anderem das Baurecht. Das befristete Recht, auf einem
Grundstück ein Haus im Eigentum zu errichten und zu betreiben wird auch
als Entkapitalisierung des Bodens eschrieben. Es geht eben darum, den
Boden dauerhaft der Spekulation zu entziehen. Grund und Boden sind nicht
(re-)produzierbar. Baurecht bedeutet auch, dass das öffentliche
Interesse in das private Recht integriert wird.
Nachdem im Rahmen des Schwerpunkts "Das Geschäft mit der Stadt" bereits
ausführlich über die Mehrwertabgabe im Verhältnis zur öffentlich
geschaffenen Infrastruktur und urbaner Qualität diskutiert wurde -- u.a.
anhand des spezifischen basis-demokratischen Kontexts der Schweizer
Stadt Basel -- geht es in dieser Veranstaltung darum, die Für und Wider
des (Erb-)Baurechts abzuwägen. Ist das Baurecht ein geeignetes
Instrument für bessere Bodenpolitik, und um leistbaren Wohnraum zu
erhalten und zu schaffen?
/Text: Gabu Heindl /
*Impulsreferate: *
*Christoph Luchsinger *
Studium der Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule
Zürich (ETHZ); wiss. Mitarbeiter und Dozent für Städtebaugeschichte bei
Professor André Corboz (ETHZ); Redakteur der Zeitschrift Werk, Bauen +
Wohnen; Dozent am Zentrum Urban Landscape an der Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften in Winterthur (ZHAW); Gastprofessor an der
ETHZ, TU Ljubljana und TU Graz. Seit 1991 gemeinsames Architekturbüro
mit Max Bosshard in Luzern und seit 2009 Professor für Städtebau und
Entwerfen an der TU Wien.
*
**Rolf Novy-Huy *
Geschäftsführer der Stiftung trias. Zuvor bei der GLS Gemeinschaftsbank
eG in Bochum 12 Jahre lang in der Finanzierung von Projekten tätig,
Schwerpunkt Wohnprojekte. Die Stiftung vergibt Liegenschaften im
Baurecht für qualitätsvolle Wohnprojekte.
Stiftung trias: Gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen.
Die Stiftung trias fördert Initiativen, die Fragestellungen des Umgangs
mit Grund und Boden, ökologischen Verhaltensweisen und neue Formen des
Wohnens aufnehmen. Ihre Stiftungsziele verwirklicht sie gemeinsam mit
Kooperationspartnern im Rahmen gemeinnütziger Zielsetzungen.
*Bettina Köhler*
INURA Wien
*Im Anschluss: *Podiumsdiskussion
*Moderation: *Gabu Heindl, ÖGFA
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*Die nächsten Veranstaltungen der ÖGFA (Details auf der **ÖGFA-Website
<http://www.oegfa.at/index/>)*
Freitag, 07.03.2014 _ 19:00
*ÖGFA_Podiumsdiskussion* - /Programmschwerpunkt 2013/14: Das Geschäft
mit der Stadt//
/*/kooperativ? verfahren?/*/
//Marlies Breuss, Walter Chramosta, Rudolf Kohoutek, Robert Korab/
Ort: Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
Freitag, 21.03.2014 _ 15:00
*ÖGFA_Bauvisite 182*
*/Palliativstation Wilhelminenspital/*
Ort: Montleartstraße 37, 1160 Wien
Treffpunkt: Haupteingang des Pavillons
Freitag, 28.03.2014 _ 15:00
*ÖGFA_Bauvisite 183*
*/Wohnbauten Gerasdorfer Straße/*
Ort: Gerasdorfer Straße 147, 1210 Wien
Treffpunkt: Gerasdorfer Straße 139, Haus 5, 1210 Wien
Freitag, 28.03.2014 _ 19:00
**ÖGFA_*Impulsreferate mit Respondenz und Diskussion* -
/Programmschwerpunkt 2013/14: Das Geschäft mit der Stadt//
/*/Ressource Großwohnbauten/*
/Bernd Hunger, Jan Tabor (angefragt), Angelika Schnell/
Ort: Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien
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<http://www.wien.arching.at/>
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