Bruno Semrau wrote:
> ---Reply to mail from Wolfgang Bornath
> >
> > Bruno Semrau wrote:
> >
> >> Die Ausgabe bei mir ist:
> >>
> >> Linux client1 2.2.1 #6 SMP Sun Feb 14 15:19:23 CET 1999 i586 unknown
> >
> > Also ist es der Prozessortyp, der nicht erkannt wird. Komisch, ich
> > dachte, der Prozessortyp sei i586???
>
> Irgendwo m��te das doch in einer Datei stehen, oder bezieht uname die
> Informationen direkt vom Kernel?
Ja, wird bei der Konfiguration der Kernels in /usr/src/linux/include/linux/compile.h
eingetragen
(siehe /usr/src/linux/Makefile).
Zur Laufzeit steht die Info auch unter /proc/sys/kernel/* zur Verf�gung.
uname (1) d�rfte seine Information per uname (2) direkt vom Kernel beziehen.
----------------
config.guess fr�gt per uname(1) entsprechende Daten beim Kernel ab und versucht diese
in ein
standardisiertes GNU/FSF Namenstripel CPU_TYPE-MANUFACTURER-OS oder ein Namensquadrupel
CPU_TYPE-MANUFACTURER-KERNEL-OS zu �bersetzen.
Die von SuSE verwendete Bezeichnung i486-linux entspricht leider nicht den �blichen
Konventionen, da
das MANUFACTURER Feld fehlt.
Es wird deshalb von einigen config.guess-Versionen als
cpu=i486
vendor=unknown
os=linux
�bersetzt.
Eigentlich richtig(er) w�re i[3456]86-pc-linux-gnu. Diese Bezeichnung hat sich im
Laufe der Jahre
mehrfach ge�ndert. i[3456]86-linux ist eine Bezeichnung aus den fr�hesten
Linuxanf�ngen, die SuSE
offensichtlich bis heute beibehalten hat.
Ob der Wert eines Feldes des Namestripels einen Einflu� auf den Ablauf der
Konfiguration eines
Paketes hat, h�ngt davon ab, ob und wie dieses Feld durch configure-scripts
ausgewertet und wie es in
den Makefiles verwendet wird.
Das MANUFACTURER-Feld gibt normalerweise den Hersteller des Motherboards bzw. die
Motherboardarchitektur an (z.B. ix86 in Nicht-PC Embedded Systemen). Auf Standard-PCs
ist deshalb in
der Regel "pc" als Wert �blich, wird von den meisten Paketen allerdings nicht weiter
ausgewertet und
hat deshalb selten einen Einflu�.
Die individuellen Werte einer Konfiguration h�ngen von der Konfiguration bei der
Installation des
binutils Paketes ab. SuSE hat dort explizit --host=i486-linux verwendet und
anschlie�end egcs bzw.
gcc mit diesen binutils �bersetzt. Nach aussen hin wird deshalb i486-linux verwendet,
intern arbeiten
die configure-scripte aber meist mit i486-pc-linux-gnu oder i486-unknown-linux. Was im
Einzelfall
verwendet wird h�ngt von den individuellen Versionen von config.guess, config.sub,
autoconf und dem
jeweiligen configure-Scripten ab.
Weitere Infos gibt es unter "info autoconf" (Stichwort CANONICAL) und sehr detailiert
auf Ian Lance
Taylor's "GNU configure and build system" page http://www.cygnus.com/~ian/configure
(beides leider
nicht ganz einfach zu verstehen). Auch rentiert es sich mal einen Blick in
/usr/share/automake/config.sub zu werfen und zu verstehen versuchen was dieses Script
treibt.
Ralf
--
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