Guten Morgen!

Ich moechte zur Abwechslung mal eine Frage stellen:  Hat
jemand ein LAN mit mehreren Segmenten und nur EINEM DHCP-Server
aufbauen koennen, der NICHT zwischen beiden bzw allen Segmenten
vermittelt (also mehrere NIFs hat und routet)?

gewollt:
----+------+-------+ +--------+---------+--------+---
    |      |       | |        |         |        |
   WS    dhcpd    Router   bootpgw     WS       ...

derzeit, aber nicht so gut:
----+------+-------+ +--------+---------+--------+---
    |      |       | |        |         |        |
   WS    dhcp1    Router    dhcp2      WS       ...

frueher, aber nie wieder moeglich (ging damals auch nicht):
----+------+-------+ +--------+---------+--------+---
    |      |       | |        |         |        |
   WS     WS      router&     WS       WS       ...
                   dhcpd

Ausgangspunkt ist eine SuSE 5.1 bzw 5.2.  Laut Manpage
versteht der dhcpd, wenn man ihm mehrere Interfaces anvertraut.
De facto funkt das nicht, weil ich nicht mehrere Routen auf
255.255.255.255 durch verschiedene ethN einstellen kann.  Neuere
dhcpd-Versionen koennen dem Hoerensagen nach auch mit mehreren
Interfaces umgehen und brauchen die Broadcast-Route wohl auch
nicht.  Aber ausgerechnet jetzt ist der vorgesehene Rechner
(dhcpd) nicht mehr der Router.  Ich moechte aber trotzdem gern
diesen einen DHCP-Server als fuer das ganze LAN zustaendig
haben und nur in den anderen Segmenten ein relay bestimmen,
statt je Segment einen DHCP-Server pflegen zu muessen.

Die Versuche mit bootpgw(8) haben mich frustriert:  Beim Start
mit debuglevel wird zwar der Empfang von Requests angezeigt
(rcvd packet from NN:NN:NN:NN:NN:NN, request from IP 0.0.0.0),
aber der Request wird nicht weitergeleitet.  Die in der Dok
erwaehnte Verzoegerung (Weiterleitung erst, wenn nach drei
Sekunden kein anderer DHCP/BOOTP Server antwortet) haette die
Weiterleitung bremsen, aber nicht verhindern duerfen:  Die
Requests der NT-Maschine kamen zu jeweils vier Stueck nach
anfaenglich acht(?)  bis letztlich 20(?) Sekunden ("ipconfig
/renew").  Das einstellbare Intervall am bootpgw ist nur das
Timeout bis zum eigenen Ende falls vom inetd aufgerufen.
Also blieb mir nur die Aufrufzeile "bootpgw dhcpd" ueber.
Dieser Name wird per DNS sauber aufgeloest und auch der
testweise Start mit numerischer Adresse half nix.

Sorry, falls das alles konfus klingt.  Die Zeiten und Meldungen
sind aus dem Gedaechtnis, bei Erfordernis kann ich am Montag
konkrete Logs publizieren.  Die Topologie ist aber korrekt
und bei meinem Wunsch bin ich mir auch sicher :>  Kann ich
dem bootpgw irgendwie helfen?  Oder kann ich einen "dummen"
dhcp2 an den dhcp1 kaskadieren?  Ich will die weiteren Repeater
bzw Server so "unintelligent" wie moeglich halten.  Mir ist
egal wie aufwendig die Einrichtung so eines Relay ist, solange
das nur EINMAL passiert und ich das Teil dann vergessen kann.
Ich will nur noch EINE Datenbasis pflegen.  Ein Nebeneffekt
waere, dass Workstations beliebig zwischen den Segmenten
wechseln koennten, ohne dass ich deren Eintraege zwischen den
Servern verschieben oder zwei voellig identische Datenbasen
abstimmen muesste (DNS weiss schon von diesem Vorgang).


Danke fuer Eure Hilfe
virtually yours - Gerhard Sittig
-- 
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        ask your parents or an adult to help you.

--
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