> From: [EMAIL PROTECTED] 
> > To: [email protected]
> Subject: Re: [Frame-User-Talk] ANN: Global Font zum Ausprobieren
> > Und da habe ich jetzt irgendwie den Anspruch, dass man diese 
> beiden vielleicht "sehr unterschiedlichen" Anwendergruppen in 
> der Dokumentation zusammen bringen kann.
> ("I have a dream...")
> > On 12.02.2008, at 13:55, Michael Müller-Hillebrand wrote:
> > > »Es gibt zwei sehr unterschiedliche Anwendergruppen, die 
> das OpenType > > Schriftformat begrüßen: typografische Gestalter und 
> > Dokumentverarbeiter.

Als Dokumentverarbeiter für viele global agierende Unternehmen möchte ich mit 
Blick auf diesen Thread noch 
zwei Dinge noch tun: Warnen und empfehlen!

Warnung!
Der von Michael Müller-Hillebrand genannte wichtige Blog-Eintrag offenbart 
eines der wichtigsten aktuellen Probleme in globaler Kommunikation
http://www.fontblog.de/ff-fago-pro-der-global-font-fuer-design-und-edv

Die am Font-Design orientierten Experten erkennen nach wie vor nicht die 
typischen Anforderungen von Unternehmen, die eine globale Produktkommunikation 
betreiben wollen/müssen.
Nahezu jede Woche muss ich mich mit Font-Themen bei Kunden beschäftigen, 
insbesondere, wenn Sie von Font-Designern oder "Font-Shops" (hier nicht 
unbedingt als Markenname gemeint) beraten wurden: 
Ergebnis: Es werden offenbar Fonts empfohlen, die für multilinguale Prozesse in 
typischen Märkten (z. B. Europa) nicht geeignet sind. Der Link auf den Fontblog 
beweist das sehr deutlich.

Empfehlung!
Global agierende Unternehmen benötigen ein Font-Konzept, das typische Märkte 
abdeckt und vom Grundsatz so wenig Fonts wie möglich ausgeht. Die Ausnahme von 
der Regel: Ein einziger Welt-Font (natürlich mit den typischen Schnitten) macht 
keinen Sinn.
Siehe dazu z. B.
http://cap-studio.de/wp/index.php/2007/11/hausschrift-corporate-font-ein-teurer-luxus/
http://cap-studio.de/wp/index.php/2008/01/was-ist-ein-global-font/

Hier mein Quicktipps:
1. Ein Font soll technologisch "so gebaut sein wie Arial Version 5 (Windows 
Vista)" 
Nun gut, es dürften auch Type 1 Glyphen sein (= Font mit Endung otf). 
Aber bisher werden gerade diese Fonts typischerweise von Personen entwickelt, 
die das Merkmal "WGL4" als typisch nervigen Microsoft-Standard missdeuten.
Siehe dazu http://en.wikipedia.org/wiki/WGL4 (englische Info definiert weit 
besser den Grund für diesen Zeichensatz).

Da die meisten OTF-Fonts und viele TTF-Fonts diesen Anspruch nicht erfüllen, 
darf sich auch ein Michael Müller-Hillebrand nicht wundern, dass viele 
Unternehmen nach teuren frustrierenden Gehversuchen (auch mit Hilfe von 
Fontshops siehe Warnung!) dann doch und endlich beruhigt bei Arial landen.

2. Zeichenabdeckung im Font: Zeichenabdeckung mindestens WGL4, siehe oben, 
einschließlich der offensichtlich neuen Erkenntnisse, dass auch bestimmte 
Sonderzeichen, wie z. B. die verschiedenen Leerzeichen sauber im Font gemäß 
Unicode kodiert sein müssen.
Daher unter 1 der Hinweis auf die Arial Version 5 (kommt mit Windows Vista).
Unicode gemäße Regelung für sonstige Sonderzeichen.

3. Handhabungshinweise zur Kombination eines (Europa-) Fonts mit asiatischen 
Fonts, besondere Beachtung der japanischen Anforderungen. Klare Regelung für 
weitere vom Font nicht abgedeckte Sprachen.

Viele Grüße

Dieter Gust
Leitung F&E

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