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Meine h�chstverehrten Freunde,

...es werde Licht!

Mit besten Gr��en Euer
Weils
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Microsoft: Windows-Quelltexte f�r den Bundestag

Mit der Schlagzeile "Grundlage f�r vertrauensvolle Zusammenarbeit" hat
Microsoft sein Angebot versehen, dem deutschen Bundestag den Zugriff auf
den Windows-Quellcode zu gew�hren. Als Anlass daf�r nennt die deutsche
Niederlassung Diskussionen in den verschiedenen Gremien des Bundestags[1]
"um angebliche versteckte Funktionalit�t". Kurt Sibold, Vorsitzender der
Microsoft-Gesch�ftsf�hrung in Unterschlei�heim, w�rde sich freuen, wenn der
Bundestag darauf eingeht: "Dieser Schritt w�rde gleichzeitig das Ende
vieler unbegr�ndeter Spekulationen bedeuten, die schlie�lich enorme
Ressourcen auf beiden Seiten des Verhandlungstisches in Anspruch genommen
haben."

Microsoft konkretisiert auch gleich, wer Zugriff auf den Quelltext haben
soll: Das Pr�sidium und die IuK-Kommission des deutschen Bundestages und
au�erdem das Bundesministerium des Inneren (BMI). Das ist delikat, denn im
M�rz 2000 hatte Microsoft dem Bundesamt f�r Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI), das zum BMI geh�rt, den Einblick in die
Windows-Quelltexte verweigert[2] -- seinerzeit ging es um die in Windows
2000 integrierte Software zur Defragmentierung[3]. 

Microsoft betont, dass die Herausgabe der Quelltexte kein Einzelfall sei,
sondern schon seit Jahren praktiziert werde. Man habe die Quelltexte an
gro�e Unternehmen und akademische Einrichtungen -- darunter auch deutsche
Universit�ten -- ausgeliefert. Die Lizenzierung der Quelltexte bedeute
nicht nur den Zugriff darauf, sondern umfasse dar�ber hinaus auch
Werkzeuge, mit dem sich systeminterne Abl�ufe verfolgen lassen. O-Ton
Microsoft: "... enth�lt auch praktisches Werkzeug, mit dem das Verhalten
des Betriebssystems und der �bermittelten Daten in individuellen F�llen
getestet und nachgepr�ft werden kann".

Den eigentlichen Unterschied zwischen einer Lizenzierung der Quelltexte und
der offenen Einsehbarkeit f�r Jedermann, wie sie bei Open-Source-Software
gegeben ist, thematisiert Microsoft in seiner Pressemitteilung �brigens
nicht. Genau dieser Punkt gilt aber bei vielen Beteiligten als einer der
wesentlichen Vorteile von Linux und anderen freien Betriebssystemen, um die
es in der Diskussion eigentlich geht. (ps[4]/c't)

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