Hi Burkhardt, > Ich würde mal gerne ein Feedback bekommen wer von Euch > vornehmlich mit TYPO3 arbeitet und durch das Finanzamt > als Freiberufler anerkannt ist.
Ich zitiere mal einen sehr nützlichen Internet-Ratgeber zu dem Thema: "Typische freie Berufe sind qualifizierte Dienstleistungsberufe wie Arzt, Anwältin, Architektin oder Unternehmensberater. Im IT-Bereich gelten als freiberuflich in der Regel - alle Ingenieurstätigkeiten, - alle Beratungstätigkeiten, die eine Hochschulausbildung erfordern, - das Programmieren von Systemsoftware, - alle Arten von Unterricht und Fortbildung, - alle künstlerischen (gestaltenden) und publizistischen Tätigkeiten. Im Gegensatz dazu sind alle, deren Tätigkeit den Bereichen Produktion und Handel zuzurechnen ist, typischerweise Gewerbetreibende. Im IT-Bereich sind das zum Beispiel - jeglicher Handel (mit Hardware, Software, Computerteilen), - alle Makler, Vermittlerinnen und Auktionsfirmen, - Beratungs- und Entwicklertätigkeiten, die keine Hochschulausbildung erfordern. 2.1.1.2. Abgrenzungskriterien Besonders bei den neuen Dienstleistungsberufen fällt die Abgrenzung mitunter schwer. Die Gerichte haben vor allem drei Kriterien entwickelt, um in solchen Zweifelsfällen die freiberufliche von der gewerblichen Tätigkeit abzugrenzen: - Freie Berufe sind Dienstleistungsberufe; sie vertragen sich also nicht mit Massenproduktion und Handelsgeschäften. - Freie Berufe erfordern eine höhere Bildung oder schöpferische Begabung. Entscheidend ist dabei, dass der Beruf üblicherweise eine Hochschulausbildung erfordert - auch wenn die Freiberuflerin im konkreten Fall Autodidaktin ist. - Freie Berufe hängen weniger vom Kapitaleinsatz ab als vom persönlichen Arbeitseinsatz des Betriebsinhabers. Er muss eigene Fachkenntnisse haben und auch die volle fachliche Verantwortung für jeden einzelnen Auftrag behalten. Wer 100 Angestellte hat, kann damit ebenso wenig Freiberufler sein wie der Geschäftsmann, der von seinen Angestellten Systemsoftware entwickeln lässt, selber aber gar nicht programmieren kann." [1] > Ich habe bislang eine Gewerbe angemeldet und muss jetz für die > letzten 2 Jahre mal eben 2.000 Euro Gewerbesteuer bezahlen. > > Steuern ist ja okay, aber Gewerbesteuer als One-Man-Show ist > ziemlich übertrieben. Deshalb versuche ich gerade beim Finanzamt > als Freiberufler anerkannt zu werden. Nunja - Dir ist aber schon klar, dass Du auch als Freiberufler auf sämtliche Einnahmen Einkommensteuer zahlen musst und da auch ganz flott auf 2.000 Euro pro Jahr oder mehr kommen kannst? Die Gewerbesteuer wirkt sich immerhin mindernd auf die Einkommenssteuer aus, und zwar gleich doppelt (als Steuerermäßigung und als Betriebsausgabe). Das solltest Du im Zweifelsfall einfach mal durchrechnen (lassen). Normalerweise müsstest Du als Freiberufler etwas weniger Steuern zahlen, aber das wird nicht darauf hinauslaufen, dass Du die 2000 sparst... eher 200. ;) Sven [1] http://www.ratgeber-e-lancer.de/inhalt.html, hier: http://www.ratgeber-e-lancer.de/020101.html
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