Lieber Andre (Dein Posting anbei unten, das ist ein wichtiger neuer Thread),

Das sehe ich übrigens ganz wie Du (und Sebastian weiß das). Ich sah das, 
nebebei, schon so, als ich noch in der AG saß und mich fragte, wie ich 
mich darin verhalten soll. Ich fragte mich vor allem, wie öffne ich das 
Geschehen für einen Prozess des Mitdenkens und der Reflexion darüber was 
wir alle von diesem Verein wollen. Als isolierter Community-Vertreter 
sah ich wenig, was ich im Diskussionsprozess in der AG bewegen konnte, 
da war kaum ein solcher - zumal mich durchaus niemand informierte über 
das, was der Verein in Zukunft machen will und was die Satzung darum aus 
Sicht des Vorstands leisten muss.

Insofern? Ja, ich rechne damit, dass es Unsicherheit gibt, auch damit, 
dass ein gemischtes Ergebnis zustande kommen kann - und ehrlich, ich 
fände das positiv. Im guten Fall werden wir das alles modulweise 
zerlegen, was die Entwürfe anbieten und es, nachdem die Wahl ein 
Meinungsbild geben haben wird mit Achtung vor den Wählerstimmen, 
zusammensetzen. Ich mache gerade darum dafür Werbung, das vielfältige 
Votum zu riskieren und nicht zu sagen: Wir müssen alle einheitlich 
wählen, können uns Einsprüche gar nicht leisten. Wir können sie uns 
leisten.

Ich fand es nebenbei eben angenehm, dass Sebastian letzthin meinte, so 
schlecht finde er ein Gremium der Projektentwicklung und Begutachtung 
gar nicht. Ich denke, wir werden nachher miteinander nachdenken müssen, 
wie wir Anliegen berücksichtigen. Das ist kein Debakel, wenn es so kommt 
- das ist Meinungsfindung und Artikulation von Positionen in der 
Mitgliedschaft.

Ich sprach mich gegen den Lagerkampf aus, da ich sehe, dass er nicht im 
entferntesten leistet, was ich im Vorfeld genoss. Wie Ihr wisst ging der 
Entwurf durch gut 20 Hände. Die ihn sahen wissen, dass ich viel an ihm 
schraubte und ganze Passagen nach gemeinsamen Erwägungen umbaute und 
wieder vorlegte. Als ich das Ding veröffentlichte trat eine neue 
Situation ein. Die, die vorher Gedanken einbrachten, überlegten sich nun 
auf das Genaueste, ob sie ihre Stimme nun auf der Liste offen riskieren 
sollen. Die Diskussion im Vorfeld war komplexer als der Lagerkampf hier. 
Ich selbst rate niemandem "Opposition" in diesem Verein zu werden. Für 
mich ist das jedenfalls keine Option, und keine Rolle, in die ich mich 
einbinden lasse - egal von wem das Angebot kommt. Darum vorhin meine 
Intervention. Da versteht jemand was falsch, wenn er glaubt, ich werde 
Opposition machen. Ich gucke, wie wir da eine offene etwas breitere 
Debatte kriegen, in der im Verlauf über Details in unterschiedlichen 
Mustern der persönlichen Positionen gesprochen wird.

Gruß,
Olaf



Andre Darmochwal schrieb:
> Hallo Olaf, hallo Liste,
>
> angesichts der in Deinem Post aufgeworfenen Fragen,
>
> * ob der Satzungsentwurf der AG den Mitgliedern nicht zu viel Teilhabe
> nimmt und
> * ob Dein Satzungsvorschlag nicht zu kompliziert und bürokratisch ist
>
> möchte ich doch nochmal die Gelegenheit ergreifen und darauf
> hinweisen, daß beide Varianten nicht alternativlos sind: Beide
> Satzungsvorschläge können abgelehnt werden und es bleibt beim *Status
> Quo*. Das ist mir persönlich gerade im Hinblick auf die Frage der
> Teilhabe der Mitglieder, der Handhabbarkeit und auch des Risikos für
> Funktionsträger (Stichwort Haftpflichtversicherung) die mit Abstand
> liebste Lösung, für die ich an dieser Stelle werben möchte.
>
> Viele Grüße, Andre
>
>   



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