Hans Kraus wrote:
Hi,

anbei ein Dropbox-Link zu einem Panorama aus meiner Dachluke, von Süd
bis Nord, wie vor 13 Tagen im Metalab besprochen. Außerdem zwei
Einzelbilder Richtung brenner und Richtung biss und modul (liegen von
mir aus knapp nebeneinander, außer ich habe mich in der Zuordnung
stark geirrt):
https://www.dropbox.com/sh/itqu5u5z85h2lrb/AACm1OPLxGSqe2Ee0kkZrGzsa

Wenn man nicht die genaue Lage (Koordinaten) kennt, das muss man nicht unbedingt, ist es dennoch nicht ausreichend, wenn man nicht die genaue Entfernung kennt. Mit steigender Entfernung sinkt exponentiel das Signal (bzw. Welleestärke bewirkt durch die Signaldämpfung im freiem Raum) auf der Empfanganlage und das auf beiden Seiten gegenseitig, sowie ist bei der verschiedener Entfernung beider Orte von einander die Fresnelzone (eine Raumelypsse) von anderen Abmessungen (die Proportion der Abmessungen ist gleich).

Kann ich eigentlich mit einer Station biss und modul gleichzeitig
kontakten oder senden/empfangen die auf unterschiedlichen Kanälen?

Nein, da du bei dem aus den Fotos ersichlichen Winkel und bei der von mir geschätzten Mindestentfernung weder die dazu notwendige Energie zu beiden Zielen bekommst, noch wirst du von beieden empfangen können. Zwei separate Richtfunkantennen sind angesagt. Das hat allerding ein anderes Hindernis. Brenner ist reines 2.4 GHz Knoten, Modul dafür 5 GHz und zugleich nur für Hauptadern bestimmt.

Komme ich bei 5 GHz durch einen Baum durch (fällen ist leider nicht
drinnen :-)?

Mit 5 GHz nicht mal auf ein paar Zehn Meter und auch nicht mit 2.4 GHz nicht zu empfehlen. Bei bestimmten Entfernungen mit 2.4 GHz wird es oft getan, aber nicht etwa wegen dem Durchstrahlen durch ein Hindernis, sondern durch die Nutzung der vorbei ungehindert strahlenden Energie im Teil der Fresnelzone.

Da hilft nur in die Höhe auf ein 2-3 m Rohr (Masten), wenn man so die untere Hälfte der Fresnelzone um eine Hälfte rettet, kann es Wunder bewirken.

Wenn ich etwas empfehlen kann, eine mit mindestens 14 dBi Antenne Router Anlage, auf 3 Meter über Dach und nach Signal ausrichten, es muss optisch nicht mit der Richtung übereinstimmen, entweder dadurch, dass die Antenne selbst nicht richtige Richtungscharakteristik aufweist, bzw. verschiedene Reflexions Anteile ebenfalls beeinflussen. Somit kann die geometrische Ausrichtung leicht abweichen um eine elektromagnetische Ausrichtung zu bewirken.

Nehme dir auf keinen Fall ein Beispiel von mir, wo ich gegen die entfernteste Verbindungstation ca. 7 km ausrichte, obwohl meine hauptsächliche Kommunikation 70-80 Grad außerhalb von dieser auf ca. 30 Meter stattfindet, und eine zusätzliche unter vielleicht 40 Grad auf ca. 2 km nach wie vor mit einem Mbit/s noch möglich ist. Das ist nur ein verrücktes und nicht gern gesehenes Experiment!

MfG., Hans

PS: Bin ab morgen ca. 2 Wochen im Krankenhaus, dort ohne Internet.
     Daher Antworten von mir erst nachher.

viel Erfolg
Petr


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