Hi,
Am 18.08.2012 13:50, schrieb Julia Reda:
> Am 17.08.12 21:19, schrieb Paul Meyer-Dunker:
>> Hallo,
>>
>> Am 17. August 2012 19:38 schrieb Florian A. <[email protected]>:
>>
>>> Ich verurteile diese Spendenaktion nicht, sondern finde es eher
>>> begrüßenswert. Was soll er eurer Meinung nach sonst machen,
>>> Arbeitslosengeld 2 ist bekanntlich nicht so einfach in seiner
>>> Position.
>>
>> a) politisch eine Aufwandsentschädigung für Bundesvorstände durchsetzten.
>> b) ein anderes Erwerbseinkommen finden, beispielsweise Job
>> c) zurücktreten (eigentlich garnicht erst antreten zur Wahl)
>>
>> Die Situation sollte für ihn vor seiner Wahl zum politischen
>> Geschäftsführer absehbar gewesen sein. Er hat sich also entschieden a) oder
>> b) zu wählen.
> Ich glaube nicht, dass für ihn absehbar war, dass ihm die
> Weiterbeziehung von ALG II unmöglich bzw. unerträglich gemacht werden
> würde, dass das Arbeitsamt persönliche Daten über ihn an die Presse
> geben würde usw.
Also ich hatte das angenommen. Und was war imho absehbar. Ich hatte zwar
für meine Person noch keine ALG-II Erfahrungen mit der ARGE sammeln
können - zum Glück.
Aber trotzdem bin ich aufgrund von Berichten über die ARGE schon vor der
Wahl zu diesem Schluss gekommen. Er ist ja nicht der erste ALG(-II)
Bezieher, dessen ehrenamtlicher Einsatz von der ARGE bei der Partei
angeprangert wird.
>
> Ich finde es einen wichtigen Aspekt, dass es hier um eine Person geht,
> nicht um allgemeine Missstände in der Partei. Da sollte IMMER ein
> Gespräch mit der betroffenen Person vorausgehen, ehe man im Namen der
> Organisation so einen Text veröffentlicht.
Es geht um sein Verhalten in seiner Funktion bzw seinem Amt als
politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland. Und als
solchen kann und muss man ihn sogar öffentlich kritisieren.
Und da es weder Paul noch mir (aufgrund unserer Ämter) nicht möglich
ist, ihn rein privat zu kritisieren,
da ein Statement von uns IMMER als Statement der JuPis aufgefasst wird
(v.a. wo das derzeit in der Presse ist wird diese es als solches
verbreiten) kam uns die Idee, dass gleich auch als solches zu machen.
Und dann eben mit vorhergegangener Diskussion der JuPis. Wir hatten
angenommen, die Zustimmung dazu sei größer als sie nun zu sein scheint.
> Die Kritik bzgl. der
> Verwendung des Begriffs BGE finde ich berechtigt, aber warum laden wir
> Johannes nicht zu einem Gespräch darüber im Mumble ein?
Es geht nicht nur um die Verwendung des Begriffes, obwohl mich das auch,
wie im Text angemerkt, stört.
Es geht auch darum, dass der imho korrekte Weg gemieden wird, weil er
(vermeintlich) unpopulär ist. Diesen lehnt Johannes auch aktiv ab (s.
Focus Interview, vorletze Antwort).
Zum Thema Gespräch im Mumble:
Johannes nutzt die Öffentlichkeit seines Amtes massiv, um das Thema zu
pushen.
Eine Gespräch im Mumble ist rein parteiintern und erreicht das Ziel
nicht. Johannes hat die Thematik von Anfang an über die Öffentlichkeit
verbreitet. Entsprechend muss eine Reaktion auf öffentlich sein, damit ein
Aufgrund der Öffentlichkeit die er auch mit seinem Amt für dieses Thema
geschaffen hat und auch weiterhin nutzt muss man auch entsprechend
gleichwertig reagieren. Und das heißt nunmal öffentlich und nicht nur
parteiintern. Ansonsten findet diese Position in der Öffentlichkeit
nicht statt. Damit wäre die öffentliche Debatte einseitig.
Grüße,
Florian
--
/"\ Junge Piraten aktive Mailingliste
\ / Globale Themen der Jungen Piraten
X
/ \ https://ucp.junge-piraten.de/