Kanjani wena!

> Na das die Amis keine eigene Kultur haben ist ja wohl klar?!

N�, sie haben eine - die meisten Leute verwechseln da immer was:
Kultur <-> Zivilisation :-)

> Alle heutigen Einwohner Amerikas sind Nachfahren von Deutschen, UK�s, Italiener,
> Franzosen, usw... So gibt es auch in Amerika Regionen wo Karoffeln und
> Sauerkraut verzehrt werden, oder Wiener Schnitzel. 'Kraut' sagen die Amis
> �brigens auch, und zwar seit dem zweiten Weltkrieg... Da waren wir ja die

Hmm, wie ist denn das mit den Indianern??? Als ich das letzte Mal da
dr�ben war gabs noch ein paar...
Schnitzel et al.? Du meinst bestimmte Gegenden in Nordtexas,
Pennsylvania usw., nehme ich mal an. Was die wenigsten Leute wissen
(sowohl h�ben als auch dr�ben) ist da� die USA fast Deutsch als
(zweite) offizielle Sprache bekommen h�tten. Genaues weiss man nicht -
war so 1780 rum, einfach nach 'Muehlenberg' googlen.

> 'Krauts'... Und so ist es auch nicht verwunderlich, das dort viele Europ�ische
> Sitten und Spracheigenschaften zu finden sind.

Siehe z.B. den Artikel zu obigem Thema und einer herrlichen Liste mit
'Germish':

<http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,306711,00.html>

Derzeit wird ja (auch aus wahltaktischen Gr�nden - man braucht ja
illiterates Stimmvieh..) �ber 'Spanglish' nachgedacht.

> Und hier wird das �hnlich werden. Ja, auch polnisch und t�rkisch und alle
> anderen die hier wohnen, ver�ndern die Sprache. Ich kenne Deutsche die dank
> ihrer Mitarbeiter jetzt auch polnisch k�nnen, und verst�rkt im Alltag
> gebrauchen.

Ich habe 5 1/2 Monate in S�dafrika in einer Goldmine gearbeitet und
da dann auch 'Fanakalo' gelernt. Ist eine w�ste Mischung aus Zulu,
Xhosa, Englisch und Afrikaans, nahezu ohne Grammatik, aber sehr
brauchbar im Alltag. Interessanterweise hat durch eine gemeinsame
Umgangssprache - bei der den hiesigen Sprachfetischisten die Haare
(so sie noch welche haben) ob deren unliterarischen Pragmatismus zu
Berge stehen w�rden - das individuelle Selbstverst�ndnis der
einzelnen V�lker/Nationen/St�mme nicht gelitten - eher im Gegenteil.

> Dann brauchen wir auch sp�ter keinen "Babelfisch" (wer ihn nicht kennt sollte
> sich schnellstens den "Hitchhikers Guide through the Galaxy" besorgen), weil
> wieder (wie vor dem Turmbau zu Babel) alle dieselbe Sprache sprechen. Vielleicht
> l�uft es darauf mal hinaus. Und schlecht w�re das doch nicht oder?

Nachdem ich eh die eine oder andere Sprache kann und ich mich nicht
als allein seligmachend betrachte w�rde ich das durchaus begr�ssen.
Noch ein 'Fanakalo' mehr, na und?
Ciao,

              Bernd

"If at first you don't succeed... So much for skydiving." - Henry
Youngman.


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