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Gegen die Gleichschaltung

Der Virtuelle Ortsverein der SPD (VOV) reagiert mit Unverst�ndnis auf die
j�ngsten Versuche eine fl�chendeckende Zensurpflicht f�r Provider in
Deutschland einzuf�hren. "Es ist erschreckend, wie versucht wird, mit
populistischen Argumenten den Mangel an Sachkenntnis auszugleichen",
kommentiert Arne Brand, der Pressesprecher des VOV das Vorgehen einzelner
L�nderpolitiker.

So hatte neben verschiedenen Politikern der DGB die Bundesl�nder
aufgefordert, endlich dem Vorpreschen des D�sseldorfer Regierungspr�sidenten
B�ssow zu folgen und f�r die Sperrung rechtsradikaler Seiten zu sorgen. In
den USA hatte der US Kongress versucht die Internetzug�nge in �ffentlichen
Stellen wie Schulen, Kinderg�rten und Bibliotheken mit Filtern auszur�sten,
die bestimmte Inhalte entfernen und so dass Netz f�r die Betrachter s�ubern
sollten.

Studien hatten jedoch belegt, dass vollkommen normale Inhalte wie die Seite
des Vizepr�sidenten "Dick" Cheney oder die Webseiten der englischen
Grafschaft EsSEX gesperrt wurden. Aufgrund dieser Studien erkannte der
US-Kongress bald die technische Unm�glichkeit der Filterung durch
Wortlisten. "Hier wird ganz klar, dass sich die Gewerkschaften in den
letzten Jahren nicht mit dem gr��ten Freilandexperiment zur
Filtertechnologie in den USA besch�ftigt haben. Ich finde es schade, dass
sich der DGB selber vor den Propagandakarren von Herrn B�ssow spannen
l�sst", �u�erte sich Brand sichtlich vom DGB entt�uscht.

Selbstverst�ndlich ist der Kampf gegen die braunen Webseiten eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe. "Die Sozialdemokraten im VOV sind
allerdings nicht bereit eine Gleichschaltung der Internetprovider durch die
Ausblendung unerw�nschter Inhalte durch Beh�rden hinzunehmen", so Brand
weiter.

Daneben hatte der rheinland-pf�lzische Ministerpr�sident Kurt Beck
gefordert, dass der Zugang zu Pornoinhalten f�r Minderj�hrige wirksam durch
Zugangsprovider kontrolliert wird. Dabei hat der Minister leider �bersehen,
dass es f�r den einzelnen Provider gar nicht ersichtlich m�glich ist, ob sie
eine E-Mail von Tante Susi oder ein Nacktbild der s��en Susanne
weiterleiten. Die Angebote von Pornographie anhand der Adresse zu erkennen
halten die Internet-Experten der Sozialdemokraten auch f�r unm�glich.
"Pornoanbieter verbergen sich hinter den ungew�hnlichsten und h�ufig
wechselnden Adresskombinationen. Diese in einer Liste f�r die Filterung zu
erfassen ist eine Aufgabe f�r mehrere Jahrhunderte. Daneben hat Herr Beck
vergessen, die Telekom zu verpflichten Alterskontrollen f�r die Benutzung
des Telefons zu verpflichten, denn schlie�lich wird im Telefonnetz unter
0190er- Nummern ebenso viel Pornographie angeboten, wie im Internet!",
stellt Brand klar.

Der VOV begr��t die fraktions�bergreifenden Absichtserkl�rungen
verschiedener Politiker im Bundestag, die sich eindeutig gegen derartige
Desperado-Ma�nahmen ausgesprochen haben. "Es bleibt zu hoffen, dass der
Bundesgesetzgeber bald eine verbindliche Regelung schafft, die auf die
freiheitlichen und unver�u�erlichen Grundrechte der Bundesb�rger R�cksicht
nimmt", so Brand abschlie�end.

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