Hi,

Am 14.10.2010 17:33, schrieb Christian Lippka:

Die Frage die sich für mich jetzt stellt (und es ist wirklich als
Frage und nicht als Unterstellung zu lesen), was ändert sich dann
jetzt im Vergleich zu vorher? LibreOffice unterscheidet sich rein
technisch (Lizenz, Contributionspolitik, Ziele, usw) für mich kaum von
go-OO. Und auch vorher schon haben Teile der OOo Comunity an OOo
und an go-OO gearbeitet.

LibreOffice ist nicht der primäre Grund gewesen, an der Foundation zu arbeiten. Der Grund war, es der Community zu ermöglichen eigene Ziele bestimmen und zu verfolgen, ohne von einzelnen Sponsoren abhängig zu sein. So wichtig große Sponsoren sind - und ich kann nur nochmal sagen, dass ich die Beiträge von Sun (jetzt Oracle) hoch achte - sollten Entscheidungen immer aufgrund der Beiträge, nicht aber aufgrund einer rechtlich garantierten Kontrollfunktion getroffen werden.

Allerdings wird keiner ernst genommen, der mal sagt "ich gründe jetzt ne Foundation, aber die bringt nichts hervor". Deshalb gibt es LibreOffice.

Technisch ist auch schon jetzt LibreOffice nicht go-oo. Die Lizenz ist natürlich die gleiche (wozu ändern, LGPL3 ist eine sehr gute Lizenz). Contributionspolitik ist ähnlich - um eine größere Basis an beitragenden zu erhalten, sind die Barrieren gewollt niedriger als z.B. bei OOo. Aber es nicht "gleich go-oo", das bisher sehr viel im Bereich der Source-Code-Beiträge gemacht hat, aber andere Bereiche immer in der Kritik standen (z.B. nicht hinreichende QA, unvollständige Lokalisierungen ...) die bei LibreOffice schon jetzt deutlich höher bewertet werden und ganz klar ausgebaut werden. Nicht jeder Patch aus go-oo wird automatisch in LibreOffice integriert - und falls "schlechte Patches" integriert wurden, werden sie auch wieder rausgenommen (klar erfolgt das nicht auf "Zuruf" .. man redet halt drüber).


Also eigentlich alles wie bisher nur neuer Name und breitere
Unterstützung durch Teile der OOo Comunity?

LibreOffice ist OpenOffice.org, welches keinen künstlichen Restriktionen unterliegt, welcher Code eingebaut wird, sondern auf basis freier Lizenzen und gemeinsamer Regeln entwickelt wird. Das heißt natürlich nicht, dass wir da immer sofort einer Meinung sind, das wäre ja langweilig - aber es sind alle kompromissbereit, soweit ich das bisher sehe.

Skeptiker mögen sagen, "Ja klar, ihr macht das auch erst seit zwei Wochen". Ist natürlich richtig, aber ich mache dort lieber *jetzt* mit, um es in eine Richtung zu bekommen, die ich für richtig halte. (Heißt: mehr Eigenständigkeit und leichtere Codebeiträge als bei OOo, bessere Koordination beim Endprodukt als bei Go-OO).


Gruß,

André




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