Hallo Detlef
Am 29.12.10 20:01, schrieb Detlef Nannen:
- wie viele sich denn noch beteiligen?
Das kommt drauf an welchen Bereich du betrachtest. Spricht man rein vom
deutschsprachigen Projekt, dass sich mehrheitlich um nicht technische
Angelegenheiten kümmert, dann ist die Beteiligung sehr gering.
Betrachtet man was in der Entwicklung der Software selbst geht, so ist
die Beteiligung nach wie vor gross. Wir haben mehrere Firmen die uns
helfen. Nur siehst du die kaum. Oracle ist die Firma von denen du am
ehesten noch was auf der ML liest. RedFlag2000 und IBM halten sich fast
komplett im Hintergrund auf. Auch von Oracle siehst du nur einen ganz
kleinen Bruchteil. Das ist der Unterschied zwischen Novell und Oracle.
Wenn man bei LO auf die Entwicklerliste schaut müsste man meinen, die
ziehen uns davon. Da prasseln locker 100 Mails am Tag rein, ein
Grossteil davon sind Novell Mitarbeiter. Die kommunizieren alles über
die öffentliche Liste. Oracle (und auch SUN) war da immer viel ruhiger.
Das hängt bestimmt auch damit zusammen, dass Oracle die Leute in einem
Haus hat, während Novell die LibO-Entwickler über den ganzen Erdball
verteilt hat.
Ich wette, wenn Oracle alles was sie zu diskutieren haben, über die ML
diskutieren würden, würdest du betteln, dass sie damit wieder aufhören.
Nur damit du wieder einen Überblick über die Mails hast. Klar, dieses
nicht alles öffentlich zu kommunizieren hat seine Nachteile, aber in
einem Projekt dieser Grössenordnung tut man gut, sich auf das Wichtige
zu beschränken. Über die Aktivität des De Projektes auf die Gesundheit
des Projektes zu schliessen ist also falsch, denn OOo hat über 100
unterprojekte.
Das Pferd ist also nicht tot, sondern vielleicht eher enttäuscht und
motivationslos. Bei den professionellen Programmierer hat das vielleicht
einen Einfluss auf den Spassfaktor bei der Arbeit, aber bei den
Mitglieder der Community hat das bestimmt grössere Auswirkungen.
Natürlich ist es jedem frei gestellt, zu sagen "bringt eh nichts mehr",
und auch ich würde das gerne tun. Meine Erfahrung im Leben hat halt
gezeigt, dass man für's Aufgeben nur selten Belohnt wird, und das
Kriesen immer auch Chancen mit sich bringen.
- wie man sich organisiert?
Klar, man kann jetzt hingehen und sagen: "Ok, wir machen alles wie
vorher." Oder aber wir sind offen für neue Ideen und geben uns neue
Organisationsstrukturen. Gegeben sind jedoch gewisse Strukturen vom
Projekt aus. Wir brauchen zumindest einen Lead. Über die restlichen
Sachen sollten wir uns in gesonderten Mails unterhalten.
- ob es einen roten Faden gibt?
Ich denke der rote Faden ist, dass wir OpenOffice.org weiter
unterstützen wollen, und deutschsprachige Inhalte zur Verfügung stellen
wollen.
und noch einiges mehr, was hier den Rahmen sprengen wird.
Die Fragen kannst du ja in eine separate Mail packen. Danke für die
Diskussionsbeteiligung.
Gruss Raphael
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