Hallo!

Am 2015-09-04 um 07:18 schrieb Christian Bruckner:
Warum habt ihr Stress mit der Nachricht?
Weil die regulatorischen Regelungen nicht bloß für das Inverkehrbringen von Neugeräten, sondern gerade auch für den Betrieb von Bestandsgeräten Geltung haben.

Wir haben keine eigene Softrwareentwicklung, verwenden ohnehin nur noch 
gepatchte HerstellerSoftware und den bestehenden Altbestand werden sie nicht 
angreifen PUNKT
In diesem Punkt irrst Du: Für ein solches Geräte würde die Betriebserlaubnis erlöschen - siehe dazu auch die Problematik der Funkmikrophone im Zuge der Frequenzumwidmungen.
Wo ist das Problem?
Du hast natürlich Recht, wenn Du darauf sagen wirst, dass ein Gerät, das sich nach Außen konform verhält, kein Problem darstellt, und Niemand aktiv danach suchen wird. Trotzdem ist die Regelung bedenklich, weil eben auch OpenWRT und DD-WRT in der Folge nicht mehr oder nur mit Hürden verwendet werden können, sofern nicht die Architektur ebenso wie bei den Androiden in eine Binary-Radio-Firmware, ein API und ein quelloffenens "GUI" umgestellt wird. Aber dann sind Dinge wie Pseudo-Adhoc-Mode, Adhoc-Mode oder sonstige an sich zulässige Verbesserungen oder Modifikationen Geschichte. Man ist dann davon abhängig, dass die Hersteller selbst beispielsweise die richtigen Ländereinstellungen in der Binary benützen und das gesamte Spektrum auch nützen.
Ein Beispiel:
Bei den Smartphones auf dem Markt gibt es nur wenige, die den Adhoc-Mode beherrschen.
Anderes Beispiel:
Die meisten 802.11n-Dual-Band-Router unterstützen im 5GHz-Bereich nur TPC und kein DFS, funken daher nur auf den Indoor-Kanälen. Nur einige Wenige von ihnen haben ein Update angekündigt. Die Geräte sind für die Outdoor-Kanäle daher taub, obwohl deren Nutzung grundsätzlich zulässig wäre. Problematisch dabei ist, dass auf den Packungen nur selten Details zu Variationen des Standards aufgedruckt sind. Woher also soll der Kunde das beim Kauf wissen?

Zum Thema "gepatchte Herstellersoftware": Wenn signierte Bootloader die Signatur der gesamten einzuspielenden Firmware überprüfen müssen, was willst Du ohne private Key des Herstellers dann patchen?

Du müsstest dann auch den Bootloader auswechseln, aber der Hersteller muss ja gerade auch diesem Umstand Rechnung tragen...

Von dieser Regelung sind aber dann nicht nur Router betroffen, sondern auch andere Endgeräte. Was das für freie Software in diesem Bereich bedeutet, muss ich wohl nicht näher erläutern.

liebe Grüße
Christian Bruckner
+43 680 3255220
Am 03.09.2015 um 17:35 schrieb L. Aaron Kaplan <[email protected]>:


On Sep 3, 2015, at 2:58 PM, Jakob Riepler <[email protected]> wrote:

Hi Gottfried!
Ja das hab ich schon auf hackaday gelesen.
Im Moment handelt es sich nur um USA (FCC hat hier nichts zu Melden).
Soweit ich mit dem Journalisten telefoniert habe, geht es hier auch um die EU.
Auf EU Ebene ist sowas auch schon beschlossen (it's done!) . Es wird jetzt nur 
noch in nationales Gesetz umzusetzen sein.

Das hat echt grosse Auswirkungen, auch auf die Moeglichkeit, updates (IT 
Security updates!) einzuspielen.
Mir schwahnt sehr uebles.


Man kann nur Hoffen, dass die Hersteller entweder 2 Versionen (USA &
Rest der Welt) anbieten oder auf offiziellen Import in die USA
verzichten (speziell billigsthersteller a'la TP-Link).
Für US Staatsbürger besteht auch die Möglichkeit ein Kommentar
einzureichen (https://libreplanet.org/wiki/Save_WiFi/Individual_Comments).

LG Jakob

Am 2015-09-03 um 14:37 schrieb Gottfried Motowidlo:
Hallo Community!
Da gibt es einen sehr besorgniserregenden Artikel auf "heise.de
<http://heise.de>":
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Funkregulierung-Angriff-auf-alternative-Software-2803189.html


Grüße
Gottfried


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LG
Erich

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