>From Gerhard Schoolmann:

Georg Kipping schrieb:
> Wer in einer Diskussionsgruppe jemandem bei
> der L�sung eines Problems hilft, tut dies nicht unbedingt in Erwartung
> einer Gegenleistung. Ein solches Kommunikationsklima, das man durchaus
> als altruistisch bezeichnen k�nnte, vertr�gt keine Kommerzialisierung;
> dies ist jedenfalls meine �berzeugung.

VC leben nach meiner ganz anderen �berzeugung weniger von den 
einfachen Usern 
als von den "Guides" (about.com), "VIPs" und "Superusern" 
(Giga.de), "Community 
Leader" (AOL) oder "Moderatoren" (akademie.de).

Diese Aktiven werden in der Regel nicht bezahlt, bekommen aber 
h�ufig gewisse 
Verg�nstigungen. Ein alternatives Modell zur Freiwilligenarbeit  ist 
das von 
About.com. Die "Guides" bekommen einen festen Betrag pro 
Monat und einen Anteil 
an den Werbeeinnahmen ihrer Seiten, die sich entweder um ein 
bestimmtes Thema 
oder eine Region drehen. Sie unterstehen Supervisoren. 

Man sollte in VC zwei Ebenen unterscheiden: Die Art und Weise 
wie die 
"Superuser" in die Community eingebunden werden und die Art und 
Weise der 
Einbindung der einfachen User.

Der Erfolg auch kommerzieller Online-Communities erkl�rt sich 
nach meiner 
Meinung prim�r aus der Bereitschaft, der F�higkeit und einem 
cleveren 
Business-Modell zur Einbindung der Superuser, z.B. hat 
Amazon.com 280.000 
Partner, Barnesandnoble aber nur 100.000. VC brauchen daf�r 
auch eine 
ausgefeilte Verwaltungssoftware oder sie nutzen den Service Dritter 
wie 
reporting.net.

> Es scheint aber sicher, da� trotz des offenen
> Zugangs f�r jeden und der jederzeitigen Austrittsm�glichkeit der
> Individuen ... (Ausri� aus einem Zitat aus netgain)

Auch das sehe ich anders. Weder der Zugang noch der Austritt ist 
f�r die 
"Superuser" jederzeit offen. About.com schaut sich zum Beispiel 
seine Guides 
sehr gr�ndlich an. Die Mitarbeit als Superuser ist bei vielen 
vertraglich 
geregelt (wie bei den Partnervertr�gen), bei anderen werden 
Superuser ausgew�hlt 
oder auch durch die User gew�hlt (wie Giga.de) und es gibt 
Prozeduren zur 
Absetzung/Degradierung bzw. zum Ausschlu�. Die Bindungen 
sind aber zugegeben oft 
eher emotionaler Art, aber sind nicht auch Sektenmitglieder 
besonders fanatische 
Mitarbeiter?

> >Wie kann ich so eine VC im Nonprofitbereich finanzieren (au er
> > ber Onlineverkauf, Mitgliedsbeitr ge oder Geb hren f r bestimmte Services
> >etc.); insbes. welche Sponsoringm�glichkeiten gibt es? Ein Banner o. . ist
> >ja noch lange nix gesponsortes.

Schau Dir doch einmal den Webbyawards-Gewinner 1999 in der 
Kategorie Communities 
das Seniornet an. Das Design der Kernseiten (etwa 120 Seiten) 
wurde von einer 
professionellen Agentur gestaltet, deren Arbeit von einer 
Versicherung als 
Sponsor bezahlt worden ist. Die Seiten werden von den Mitgliedern 
selbst 
gewartet. Seniornet ist eine organisation mit mehr als 30,000 
mitgliedern. Geben 
tut es die schon seit einigen jahren. Die Idee zur website kam von 
AOL. Die 
haben seniornet als Teil ihres Services. Seniornet hat eine Vielzahl 
von 
Einnahmem�glichkeiten entwickelt.
http://www.webbyawards.com/awards/community_w.html
http://www.seniornet.com/

Ansonsten noch ein paar Links:

http://communitybuilding.com/

Center for the study of Online Community:
http://www.sscnet.ucla.edu:80/soc/csoc/

Lehrprojekt "Virtuelle Gemeinschaften in Neuen Medien" von Kai 
Bender, TU 
Dresden:
http://www-emw.inf.tu-dresden.de/vcpraes/index.html

Diskussionsforum "Commnity building is the way to real traffic" bei 
GetHighForums
http://gethighforums.com/bin/forumdisplay.cgi?action=topics&forum
=Community+Buil
ding+Is+The+Way+To+Real+Traffic&number=2&DaysPrune=30&La
stLogin=

Online-Communities. Wie sorgen Sie daf�r, da� Sie zum 
Treffpunkt Ihrer 
Zielgruppe werden?
http://meine.heim.at/webpromotion/inhalt/art_onco.htm

Neil Gross: "Building Global Communities" Business Week, 
3/22/99. Overview of 
community sites to find revenue streams beyond advertising 
without offending 
members' desire for privacy
http://www.businessweek.com/1999/99_12/b3621017.htm

Building Online Communties. Diskussion in Robert Seldman's 
Online Insider.
http://www.wellengaged.com/engaged/seidman.cgi?a=r&c=online&t
=13

Bob Tedeschi: "E-Commerce Sites Look For Money Where the 
Mouths Are" New York 
Times, 2/23/99. How e-commerce site can  use online chat to 
foster sales and 
transactions. Sites such as Baby Center, Barnes & Noble, 
Garden.Com and Virtual 
Vineyards are examples. (Bei der New York Times ist eine 
Registrierung 
erforderlich!)
http://www.nytimes.com/library/tech/99/02/cyber/commerce/23com
merce.html

Buecher:

Hosting Web Communities: Building Relationships, Increasing 
Customer Loyalty, 
and Maintaining A Competitive Edge, by Cliff Figallo
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0471282936/imafdi

Virtual Communities Companion, by Karla Shelton, Todd McNeeley
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1576101568/imafdi

Mit freundlichem Gru�

Gerhard Schoolmann
[EMAIL PROTECTED]
http://www.abseits.de


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