Christian Kirschniak schrieb:
> Die Bewertung ist nat�rlich eine
> relative Sache. Denkt aber mal dran, da� nicht nur Erscheinung und �u�ere
> Realisierung der Site ausschlaggebend f�r die Bewertung (Eine gute Site
> sollte ja Profit erwirtschaften oder sich zumindest selbst tragen)-
> Logistik, Kundenorientierung, Einzigartigkeit also eben ein eindeutiger
> "Mehrwert" sind die Kriterien die eine Gute Site ausmachen. Der generierte
> Traffic ist ja nur ein Teil des "Incomes". Die Qualit�t des Traffics ist
> entscheident.

Die vielfaeltigen Ansaetze, die mir bekannt sind, erscheinen mir allesamt 
methodisch schwach, weil sie 
- den Blickwinkel, aus dem die Sites betrachtet werden, nicht (immer) offenlegen 
und
- nur oberfl�chliche Eigenschaften der Sites rezensieren (wie die 
"Interaktivit�t" oder "Ladegeschwindigkeit") anstatt die Wirkungen dieser 
Auspraegungen auf die Zielsysteme der Beteiligten zu untersuchen, darzustellen 
und in ein Zielsystem des Unternehmens zu integrieren.

Es ist natuerlich m�glich, ausschlie�lich die subjektiv Position eines fiktiven 
oder realen Users einzunehmen, analog den Produkttest � la Stiftung Warentest, 
eines willkuerlichen Awards oder in der primiten Version einer zweifelhaften 
Abstimmung � la com online, aber eine Gesamtsicht sollte auch die Interessen des 
Managements, der Eigent�mer des Unternehmns, der Mitarbeiter, der mit der 
Erstellung und Wartung der Site beauftragten Mitarbeiter oder Untenehmen, der 
Anbieter alternativer Vertriebs- und Kommunikationswege und der Wettbewerber, 
der Volkswirtschaft, des Staates, der Verbraucherschutzverb�nde usw. darstellen 
und erm�glichen, sie zu ber�cksichtigen.

Warum werden zumindest bei wissenschaftlicher Versuchen einer Bewertung nicht 
etablierte und bewaehrte Methoden zur Bewertung kompelexer Projekte wie 
Nutzwertanalyse und Kosten-Nutzen-Analyse herangezogen?

Ein Beleg/Beispiel: Profnet hat juengst die Sites der deutschen 
Automobilindustrie heftigst kritisiert, weil sie den Online-Verkauf von Neuwagen 
nicht unterstuetzen. Diese Kritik ist insoweit platt, weil moeglicherweise die 
Entscheider sehr wohl bedacht haben, dass dies den Interessen der gebundenen 
Haendler schadet, deren Zufriedenheit offensichtlich ein wichiger Teil des 
Zielsystems der Hersteller ist. Solche Zielkonflikte kann man nur erkennen, 
offenlegen und angemessen diskutieren, wenn man diese Haendler und ihre Ziele, 
die auf den ersten Blick vielleicht gar nichts mit einer Website des Herstellers 
zu tun haben, in die Analyse einfliessen laesst.

Mit freundlichem Gruss 

Gerhard Schoolmann
[EMAIL PROTECTED]
http://www.abseits.de

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