Christian Schild wrote:
> > Da Menschen sowieso nicht gerne mit numerischen IPv6-Adressen in Kontakt
> > kommen m�chten, ist das v�llig egal. Ich wei� ja nicht, wie stark euer
> > Netz so strukturiert ist, aber die Regel ist doch eher, dass man
> > Hierarchien oder Standorte hat, die man gerne auch in der Adressierung
> > umsetzen wollen w�rde.
> > Ich w�rde nicht so flach arbeiten.
> Hmjaa, Hierarchiesierung macht aber nur wirklich Sinn, wenn man ein
> Backbone hat, das auch entsprechend aussieht. Also zum Beispiel ein MAN. 
> Aber welche Uni hat das schon. Selbst wir, die Uni-Muenster, die sich ueber
> das ganze Stadtgebiet verteilt, braucht keine Hierarchien. 

Na gut. Ich ging von unserer Situation aus:
* 5 Standorte
* auch IPv4-Bereiche sind i.d.R. aggregiert -- nur weil nicht genug
  Platz zwischendrin war, haben wir das etwas aufgel�st.

Da bietet sich das einfach an, erstmal so Sachen wie
2001:638:801:100::/56 pro Standort vorzusehen.

> Hinzu kommt, das sich Backbonestrukturen alle paar Jahre grundlegend aendert
> (FDDI -> ATM -> GE), und wenn man da einmal eine Addressierungshierarchie 
> draufgepropft hat, die man uU nicht so schnell loswird, dann kann man in der
> naechsten Ausbaustufe durchaus unangenehm gebunden sein.

Was hat denn das Backbone mit den Adressen der angeschlossenen Netze zu
tun? Im Backbone wird eh mit Transfer-Netzen aus einem unabh�ngigen
Bereich bearbeitet.

> Natuerlich spricht nichts dagegen, Subnetze syntaktisch zusammenzufassen und
> zu verteilen (Gebauede A-Z, Stadtteil 1-9, Institut Bla-Blubb), aber das
> bedeutet ja nicht, das man dass auch aggregieren muss. Flaches Routing ist 
> meiner Ansicht nach durch aus erlaubt und ich glaube nicht, das man da in
> Skalierungsprobleme laufen kann (wer hat schon soviele Subnetze...).

Nat�rlich ist es erlaubt. Nur die Adressverteilung ist mit IPv6
wesentlich leichter an die vorhandenen physischen/logischen Strukturen
m�glich. Und zumindest ich find's angenehm, die vorhandenen
M�glichkeiten zu nutzen.

> > Ich w�rde einfach empfehlen MAC-Adressen als Accounting-Grundlage zu
> > benutzen. Dann muss sich $BENUTZER eben registrieren und erst dann wird
> > auf Switch/Router f�r $MACADRESSE aufgemacht.
> Was ich dann auch unbedingt empfehlen wuerde. MAC-Adressen sind zwar auch
> faelschbar, aber dann doch nicht ganz so trivial, wie IPv6-Adressen.

Letztlich ist beides trivial. Man m�chte eigentlich Absicherung der ND
etc. -- nur das ist ja ein bekanntes ungel�stes Problem.

> > [Alle anderen L�sungen]
> > Kr�cken. Tunnel will man nicht, wenn man's nativ haben kann und DHCPv6
> > ist eigentlich auch nicht darauf ausgelegt Adressen zu verteilen --
> > daf�r hat man ja schon stateless auto configuration.
> Hm, was genau meinst du? DHCPv6 soll eigentlich genau das tun, Adressen an
> Clients zu verteilen (state_ful_ address configuration).

Ja, es ist daf�r vorgesehen. Aber erinnere ich mich falsch oder waren
bisherige DHCPv6-Implementation insbesondere dazu da, um weitere
Parameter (�ber die Adresse hinausgehend) zu setzen?

Andre
-- 
In the long run, we are all dead.

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