Hi,

> Diesen Teil (Connectivity) finde ich gerade eher einfach :-)

das kann ich leider nicht bestätigen... man kann natürlich durch die
Wahl eines ordentlichen Upstreams gute Anfangsvoraussetzungen schaffen,
so dass in den meisten Fällen eine Verbindung ordentlich läuft.  Damit
kann man dann Dienste die transparent einen IPv6-Transport nutzen können
(Mail) sehr gut umstellen.

Interaktives Arbeiten (der dumme Endnutzer mit seinem Browser) ist
leider etwas völlig anderes. Wir haben hier im Mitarbeiternetz (~150
Leute, gemischt Windows XP, MacOS X und Linux) IPv6 aktiviert. Alle Nase
lang kommt wieder jemand und schimpft über IPv6, weil irgendein
Spezialist AAAA Records für Hosts eingetragen hat die nicht (fehlende
Rückroute war grad ganz aktuell, kaputtes pMTUd hatten wir auch schon
öfter) oder nur sehr schlecht erreichbar sind (der aktuelle DFN-Pfad zu
Sprint ist beispielsweise

        680 20965 24489 23911 23910 4538 7660 2500 2914 6175

).

Den Leuten sehen mit Recht Probleme seit IPv6 aktiviert ist. Ein riesen
großes Problem ist meines Erachtens, dass sich mittlerweile zwar große
Inseln mit guten IPv6-Transits gebildet haben, aber die Applikation
nicht vorher wissen kann ob der AAAA-Record jetzt an einem dieser
ordentlichen Netze hängt oder nicht.

Grüße,
Bernhard

-- 
Bernhard Schmidt                               Netzplanung / IPv6
Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
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