Moin Marc, Gert und Liste,
Gert Doering <[EMAIL PROTECTED]> writes:
> On Sun, Aug 12, 2007 at 10:39:22PM +0200, Marc Manthey wrote:
>> hab mir gerade mal die Seite genauer angeschaut:
>>
>> >The fees for participating in the conference will be 250 Euro per
>> day incl. 19% VAT.
>>
>> Heisst das ich soll 250 .- Euro pro Tag fürs zuhören zahlen ?
richtig. Das hört sich vielleicht auf den ersten Blick für reichlich
viel Geld an, aber damit sich das von den Kosten her trägt, brauchen
wir schon IIRC ca. 60 zahlende Teilnehmer. Und ob die zusammenkommen,
wenn diverse Chefs noch nie von der Konferenz (oder von IPv6) gehört
haben, ist noch längst nicht sicher.
Die dicksten Posten sind die Unterbringung für Referenten und
Organisatoren, wobei wir ja schon die Reisekosten nicht mit
übernehmen, damit das wirtschaftliche Risiko für die GUUG nicht völlig
untragbar wird. Dazu kommt der Social Event, der Konferenzband,
diverse Werbemaßnahmen und jede Menge "Kleinkram", der ganz
erheblichen Mist macht.
> Jo, so wuerde ich das verstehen. Das ist auf Fachkonferenzen so ueblich,
> und im Vergleich sogar ziemlich guenstig.
Dass ich die Konferenz mit der GUUG hochziehe liegt zum guten Teil
daran, dass die als Verein wenig Interesse an größtmöglichem Gewinn
hat -- anders als zum Beispiel die Konferenzen von Heise, die auch
meines Wissens erheblich teurer sind. Das heisst aber auch, dass der
finanzielle Spielraum natürlich ganz anders ist als bei einem
mittelständischen Fachverlag. Wir müssen also zusehen, dass sich die
Verluste auch wenn es richtig schlecht läuft in einem Rahmen bewegen,
den die GUUG noch tragen kann. Und wenn sich wider Erwarten auf
Anhieb 200 zahlende Teilnehmer anmelden, dann kann man mit den
zusätzlichen Einnahmen eben im nächsten Jahr auch noch Konferenzen zu
anderen Themen aufziehen, oder den Referenten im Nachhinein doch noch
die Reisekosten erstatten.
Ganz nebenbei habe ich persönlich wenigstens kein Interesse daran,
IPv6 zu einem elitären Thema zu machen, bei dem eine entsprechende
Portokasse Voraussetzung ist, um überhaupt mitmachen zu können. Wir
haben einige Zeit investiert, um "die Kosten zu optimieren", aber viel
mehr ist einfach nicht drin.
Für alle, bei denen auch die 250 Euro/Tag zu viel sind, ist es
natürlich auch immer möglich, selbst einen Vortrag einzureichen. Das
ist jetzt nicht zynisch gemeint, sondern ganz ernst. Ich habe gebe
gerne zu, dass ich mir damit vor Jahren auch die Teilnahme an diversen
Konferenzen "finanziert" habe.
> Von den Beitraegen der Teilnehmer wird der Tagungsort bezahlt (so ein
> Hotel mit Konferenzraeumen kostet richtig Geld), usw.
Das Hotel ist unter Umständen gar nicht so viel teurer als wenn man
sich wie zum Beispiel beim Frühjahrsfachgespräch in einer Uni Räume
sucht. Der große Unterschied ist, dass man in einer Uni den Raum als
solchen bezahlt, unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer; in einem
Konferenzhotel bezahlt man eine pro-Kopf-Pauschale, so dass eine
schwach besuchte Konferenz nicht so ein großes finanzielles Fiasko
bedeutet wie in Uni-Räumen. Beim FFG kann man die Teilnehmerzahlen
einigermaßen abschätzen, aber bei einer neuen Konferenz ist das
praktisch nicht möglich, so dass man mit einem Hotel das Risiko ganz
erheblich verringern kann. Wen die Zahlen interessieren, unter
http://www.koeln-am-stadtwald-holiday-inn.de/
gibt es unter "Konferenzen und Meetings" einige Informationen zu den
Preisen; aber Achtung, die Getränke (außer Wasser) sind da nicht mit
drin, und die schlagen erfahrungsgemäß auch noch einmal erheblich zu
Buche. Nebenbei ist Köln extrem günstig im Vergleich zu Frankfurt
oder München.
Das Hotel hat für uns auch noch einen anderen Vorteil: Es nimmt uns
einen Haufen Arbeit ab, für den wir sonst noch Freiwillige finden
müssten -- und die wollen dann auch wieder untergebracht und verpflegt
werden.
Und wer es jetzt noch genauer wissen will, der darf sich an Martin
Schulte von der GUUG wenden; der ist nämlich derjenige, der sich im
Detail um diese ganzen Sachen kümmert...
Viele Grüße,
Benedikt
PS: Wenn von Euch mal jemand eine Konferenz veranstalten will, dann
können Martin Schulte und ich Euch gerne dabei helfen, dass Ihr in
Eurer Kalkulation nichts fatal wichtiges vergesst.
--
Benedikt Stockebrand, Dipl.-Inform. http://www.benedikt-stockebrand.de/
1. European Conference on Applied IPv6 (1. ECAI6)
September 06/07, Cologne, Germany
http://www.guug.de/veranstaltungen/ecai6-2007/
** Please spread the word **
--
ipv6 mailing list
[email protected]
http://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/ipv6