--- Matthias Wächter <[email protected]> schrieb am Do, 12.2.2009:

> > Mit "breiter Aufstellen" meine ich nicht
> noch mehr Demokratie. Ich glaube das Maß hier genügt :)

> Demokratie ist nie vollständig, wir machen beispielsweise
> zu wenige (bis gar keine) formellen Abstimmungen. Erst mit
> sowas würden wir mehr Leute – auch unter den Entwicklern
> – zu einem klaren Statement zwingen, da die derzeit so
> locker geführten Abstimmungs-Diskussionen sich meist erst
> nachher als solche heraus stellen. Die Definition einer
> gewissen Expertengruppe, bestehend aus Entwicklern und wem
> auch immer sonst, und einer minimalen Abstimmungsbeteiligung
> aus diesem Lager von >90% halte ich für notwendig, um
> überhaupt von Demokratie sprechen zu können.

Ich denke nicht, dass das nötig ist. Die Diskussion ohne Abstimmung führt zu 
viel mehr Argumenten, da jeder seine Position verteidigen muss.

Und Abstimmungen bringen nur dann etwas, wenn die »Abstimmer« auch diejenigen 
sind, die es nachher betrifft. Aber wir entwickeln ein Layout, dass für 
möglichst viele Leute möglichst gut geeignet sein soll. Wenn nur einer dafür 
kämpft, ein Zeichen für Biologen oder Griechologen (oder wie die auch heißen 
;-)) aufzunehmen, aber 5 Mathematiker oder Physiker dagegen stimmen, dann 
bekommen wir nachher ein einseitiges Layout.

Und falls du glaubst, durch Abstimmungen würden sich mehr Leute am Prozess 
beteiligen, kann ich nur für meinen Teil sagen: Meistens verfolge ich 
Diskussionen eher passiv. Wenn ich jedoch das Gefühl habe, dass eine Diskussion 
in eine andere Richtung verläuft, als ich sinnvoll finde, schalte ich mich dann 
doch mal ein. Genauso (=passiv) würde ich vermutlich bei Abstimmungen auch 
handeln.

Nora




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