Hallo Dennis! On 4/15/2009 3:47 PM, Dennis Heidsiek wrote: > leider ist auch der 3.0-Beta2-Thunderbird noch nicht > Surrogate-kompatibel, aber das wird sicherlich irgendwann kommen. > Allerdings ist das Programm da wahrlich nicht alleine … aber das kommt > schon noch :-).
Von Notepad++ bin ich auch schwer enttäuscht. Ich dachte, die hätten sich mit UTF-16 tatsächlich beschäftigt. Aber gut – sie nennen es auch (richtiger Weise) nur UCS-2. Andererseits ist auf die Art der UTF-8-Support auch eher suboptimal. Sie unterstützen SMP weder in Dateien, noch als Eingabe. > Ich habe sowieso nie verstanden, warum sich die meisten Betriebsſysteme > für UTF-16 mit Surrogates statt für UTF-32 entschieden haben. Was sind für dich „die meisten“? Linux zeigt doch mit dem vernünftigen Default UTF-8 doch, wie man’s richtig macht (wenn man denn schon variable-length-Encoding nehmen muss). ;-) > Schließlich sind heutzutage doch die allermeisten Prozessorregister > entweder 32 oder 64 Bit groß. Trotzdem wollen Daten geschaufelt werden, und UTF-32 erzeugt nun mal den 4-fachen Traffic von UTF-8 (mit ASCII-Inhalt), das wirkt sich auf I/O-Performance doch deutlich aus. Wenn man überlegt, wie lange es gedauert hat, bis ein vernünftiger BMP-Support in den Programmen vorhanden war – jetzt muss man den Code halt noch einmal in die Hand nehmen und für UTF-16 fit(t) machen. All jene, die geglaubt haben, dass UCS-2 der Weisheit letzter schluss sei und sie um besagtes Variable-length-Encoding herum kommen, wurden jetzt eines Besseren belehrt. Vergessen wir nicht, dass es die Firma Microsoft war, die schon früh in Win32-Programmen auf UCS-2 gesetzt hat – zur damaligen Zeit deutlich revolutionärer als der Einsatz von UTF-32 heute. Jetzt bekommen sie die Rechnung dafür präsentiert, dass sie einfach nur zu früh dran waren. Warten wir’s ab – vielleicht wird Unicode ja in garnicht so ferner Zukunft von etwas Anderem¹ abgelöst… bis dahin warte ich, dass man unter Windows die Codepage 65001 aktivieren kann² ;-) – Mœsi 1: http://de.wikipedia.org/wiki/GB_18030 2: … und das dann auch tatsächlich wie erwartet funktioniert.
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