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From: Christoph Then [mailto:[email protected]] 
Sent: Sunday, January 15, 2012 9:13 PM
To: [email protected]
Subject: Abstimmung in der EU über 'Gen-Soja' am 17.1.2012

Die EU entscheidet über vier Varianten gentechnisch veränderter Soja 

Dauerbelastung der Nahrungsmittelkette befürchtet

Brüssel, 16. Januar 2012. Morgen werden die Mitgliedsstaaten in Brüssel über 
die Zulassung von vier Varianten gentechnisch veränderter Soja für die 
Verwendung in Futter- und Lebensmitteln abstimmen: 

* Roundup-Ready-Soja 40-3-2 von Monsanto mit einer Resistenz gegen das 
Spitzmittel Glyphosat
* Basta Soybean A5547-127 der Firma Bayer CropScience mit einer Resistenz gegen 
das Spitzmittel Glufosinat
* Bt-Sojabohne MON87701 von Monsanto, die ein Insektengift produziert 
* Optimum-GAT-Sojabohne 356043 von DuPont/Pioneer, die gleich gegen zwei 
Herbizide, Glyphosat und sogenannte ALS-Inhibitoren, resistent ist. 

In einem gemeinsamen Brief fordern Friends of the Earth Europa und Testbiotech 
die Mitgliedsstaaten auf, diese Anmeldungen zurückzuweisen. Nach Ansicht der 
Organisationen bringen diese Sojabohnen keinerlei Vorteile für die Verbraucher. 
Im Gegenteil: Es ist zu erwarten, dass Rückstände aus Spritzmitteln und den 
Toxinen, die von den Pflanzen produziert werden, in die Nahrungskette gelangen. 
Zudem würde die EU insbesondere mit der Zulassung der herbizidresistenten 
Pflanzen eine Landwirtschaft unterstützen, in der herbizidresistente Unkräuter 
und neue Pflanzenkrankheiten zunehmen und die ein erhebliches Risiko für 
Landwirte und die biologische Vielfalt darstellt. 

Die Risikobewertung durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA weist bei 
den vorliegenden Fällen erhebliche Schwächen auf, signifikante Befunde wurden 
nicht im Detail untersucht. Die im Vergleich mit Pflanzen aus konventioneller 
Zucht beobachteten unbeabsichtigten Veränderungen wurden als irrelevant 
abgetan. Ebenso wurde das von verschiedenen Experten festgestellte Risiko für 
das Immunsystem im Fall der insektengiftigen Sojabohne MON87701 nicht genauer 
untersucht. 

Die Zulassung der vier Soja-Varianten erfolgt gemäß dem Vertrag von Lissabon 
erstmals nach einem neuen Verfahren. Es ersetzt die bisherigen Abstimmungen im 
Ministerrat. Im neuen Berufungsausschuss stimmen Vertreter der Mitgliedsstaaten 
anstelle der Minister ab. Wenn keine qualifizierte Mehrheit erreicht wird, 
trifft die EU-Kommission eine Entscheidung. Die Experten der Mitgliedsländer 
hatten bereits im vergangenen Jahr ein erstes Mal ihr Votum über diese 
Sojabohnen abgegeben. Dabei wurde keine ausreichende Mehrheit erzielt. 
Deutschland, Spanien und Großbritannien hatten für die Marktzulassung aller 
vier Varianten gestimmt, während Länder wie Frankreich, Italien, Polen und 
Österreich dagegen waren oder sich enthielten. 

Kontakte: 

Christoph Then, Testbiotech, [email protected], Tel 015154638040 
Mute Schimpf, Friends of the Earth Europe, [email protected], Tel +32 
475 703 475

Mehr Informationen über die Risiken dieser gentechnisch veränderten Soja: 
http://www.testbiotech.de/node/601 

Information über das bisherige Abstimmungsverhalten der Mitgliedsländer: 
http://www.testbiotech.org/efsa/newsletter 

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