Rotes Kreuz erinnert an Verschwundene Am 30. August ist Welttag der Verschwundenen
Wien (Rotes Kreuz) - Weltweit gelten rund zwei Millionen Menschen als verschwunden. „Unter ‚Verschwinden’ versteht man die unbegründete Festnahme von Menschen durch staatliche Organe oder bewaffnete Kämpfer“, erklärt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, anlässlich des Tages der Verschwundenen am 30. August. „Oft werden die ‚Verschwundenen’ ermordet, in anderen Fällen an einem unbekannten Ort festgehalten. Jedenfalls ist dieses Vorgehen eine Menschenrechtsverletzung.“ Menschen, die aufgrund von Konflikten oder Naturkatastrophen von ihren Angehörigen getrennt wurden, können sich auf der ganzen Welt kostenlos an den Suchdienst des Roten Kreuzes wenden. „Allein das Österreichische Rote Kreuz sucht jährlich 1700 vermisste Personen“, so Kerschbaum. „Viele dieser Anfragen werden von Flüchtlingen gestellt, die aus Konfliktgebieten - wie Syrien - stammen und ihre Kinder oder Eltern suchen.“ Die Aufklärungsquote liegt bei 10 Prozent. Bereits seit einigen Jahren setzt das Rote Kreuz mit einer Facebook-Aktion ein Zeichen, um auf die seelischen Qualen von Menschen aufmerksam zu machen, die ihre Angehörigen vermissen. „Wir rufen alle Facebook-User auf, das eigene Profilbild gegen einen leeren Bilderrahmen auszutauschen“, sagt Kerschbaum. „Der leere Rahmen steht stellvertretend für die Millionen Menschen, die vermisst werden. Wir führen diese Aktion weltweit durch und verleihen damit unserer Solidarität mit den Angehörigen Ausdruck.“ weitere Informationen: www.roteskreuz.at/missing<http://www.roteskreuz.at/missing> Rückfragehinweis: Mag. Thomas Marecek Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43 1 589 00-151 Mobil: +43 664 823 48 02 mailto: [email protected]<mailto:[email protected]> http://www.roteskreuz.at
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