ÖDP fordert neues Bundeswahlrecht
Frankenberger: „Demokratie nimmt Schaden“
 
„Fast sieben Millionen Wählerstimmen hatten bei der Bundestagswahl keine 
direkte Auswirkung. Deshalb benötigen wir dringend eine Reform des Wahlrechts.“ 
Diese Aussage trifft Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der 
Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) anlässlich der jüngsten Bundestagswahl, 
bei der rund 15 Prozent der Wählerstimmen auf Parteien entfielen, die an der 
5-Prozent-Hürde gescheitert sind. „Die Demokratie nimmt Schaden, wenn so viele 
Wähler keinen Einfluss auf die Politik nehmen können, nur weil sie die Partei 
wählen, die ihnen am nächsten steht,“ meint der ÖDP-Chef. Die abgegebenen 
Stimmen kämen nun den im Bundestag vertretenen Parteien zu, für die diese 
Wähler aber gar nicht votiert hätten.
Die ÖDP schlägt vor, eine so genannte Alternativstimme einzuführen: Hier 
bekommen die Wähler eine oder mehrere zusätzliche Stimmen, die dann eingesetzt 
werden könnten, wenn die erst gewählte Partei den Sprung ins Parlament nicht 
schafft. „So wird das Argument der ‚verlorenen Stimme’ entkräftet und jeder 
kann seine Lieblingspartei wählen,“ erläutert Frankenberger. Nur mit dieser 
Lösung könne auch der zunehmenden Politikverdrossenheit entgegengewirkt werden. 
„Gerade in unserer repräsentativen Demokratie müssen die Bürger wenigstens 
indirekt mehr Mitsprache bekommen,“ schließt der ÖDP-Chef.

Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
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