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Feed: WATERKANT 
Posted on: Monday, September 30, 2013 12:21 AM
Author: Waterkant ([email protected])
Subject: Pressemitteilung No. 3 / 2013 - Tödliche Gefahr für Fischbestände?

Offshore-Rammarbeiten:

Tödliche Gefahr auch für Fische und ihre Embryonen?

Rammarbeiten für Offshore-Windparks, aber auch Sprengungen etwa zur Beseitigung 
von Munitions-Altlasten gefährden nicht nur Schweinswale und andere 
Meeressäuger, sondern auch Entwicklung und Erhalt der Fischbestände, mahnt die 
maritime Zeitschrift WATERKANT in ihrer heute erscheinenden Herbstausgabe: „Es 
drängt sich der Verdacht auf, dass eine Stupsnase und große Augen von Vorteil 
sein können, wenn es um die Sympathie derer geht, die schützen müssten oder 
möchten“, schreibt Fischereibiologe Frithjof Stein in einem Beitrag, der 
detailliert die Risiken beschreibt, denen Fischpopulationen ausgesetzt sind:

Demnach können Stoßwellen und Erschütterungen durch Rammung oder Explosion die 
Embryonal-Entwicklung von Fischen stören und ihre Schwimmblasen zum Platzen 
bringen, „der Fisch stirbt an seinen inneren Verletzungen“. Zudem würden die 
besonders empfindlichen Fischeier derart durchgerüttelt, dass ein so genannter 
„Dotterverlust“ eintritt, die Eier würden zerstört. Der wirksamste Schutz eines 
Schweinswals vor Rammschlägen oder Sprengungen, so Stein, nütze wenig, wenn das 
Tier in seiner Umgebung anschließend weniger Fisch als lebensnotwendige Nahrung 
finde.

Fische spielen eine Hauptrolle in der aktuellen WATERKANT: Francisco J. Mari 
befasst sich mit der neuen Gemeinsamen Fischereipolitik der EU aus 
entwicklungspolitischer Sicht und kommt zu dem Schluss: „Partnerschaft 
buchstabiert man anders“. Oliver Hofmann befasst sich mit dem rasanten Wachstum 
der Aquakultur-Industrie.

Weitere Themen der 111. Ausgabe der WATERKANT sind die Folgen der 
höchstrichterlichen Beschlüsse zur Weservertiefung, der Skandal um den 
verseuchten Futtermais oder die angeblichen Privatisierungs-Pläne für die 
Küstenautobahn A 20.

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