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Posted on: Wednesday, October 02, 2013 4:23 PM
Author: greenpeace-magazin.de: Tagesthemen
Subject: BASF baut Pflanzenschutzgeschäft aus - Umsatzziele hochgeschraubt 

Ludwigshafen/Limburgerhof (dpa) - Der Chemiekonzern BASF will sein 
Pflanzenschutzgeschäft in den nächsten Jahren kräftig ausbauen. Das Unternehmen 
hat das langfristige Umsatzziel für die Sparte deutlich erhöht. Bis 2020 sollen 
die jährliche Erlöse auf acht Milliarden Euro steigen, sagte Bereichsleiter 
Markus Heldt am Mittwoch.

Bisher hatten die Ludwigshafener sechs Milliarden Euro angestrebt. Aber bereits 
bis 2015 will BASF mit Pflanzenschutz nun mehr als diese Summe umsetzen. Um das 
Wachstum anzukurbeln, plant der Dax-Konzern, von 2013 bis 2017 etwa 1,8 
Milliarden Euro vor allem in den Auf- und Ausbau der Produktion zu investieren.

So will BASF die Kapazitäten für die Pilzbekämpfungs-Wirkstoffe (Fungizide) 
F500 und Xemium in Deutschland erweitern. Aber auch die Produktion der 
Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide) Dicamba und Kixor, die in den USA 
hergestellt werden, soll zulegen. Zudem will BASF neue Anlagen in Asien bauen 
und bestehende Standorte erweitern.

Die Kapazitäten in China und Indien sollten ebenso ausgebaut werden wie die 
Forschung und Entwicklung in den Vereinigten Staaten, hieß es. Der Vizechef des 
Bereichs «Functional Crop Care», Jürgen Huff, sagte, bis Mitte des Jahrzehnts 
würden auch neue Produkte zum Nährstoff- und Wassermanagement im Boden auf den 
Markt kommen.

«Mittelfristig werden 50 Prozent des Umsatzes aus Schwellenländern - Asien, 
Lateinamerika, Afrika sowie Zentral- und Osteuropa - kommen», sagte Heldt der 
Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Vor fünf Jahren hätten diese Länder etwa 35 
Prozent zum Konzernerlös beigesteuert.

Das zusätzliche Umsatzpotenzial für neue Pflanzenschutzmittel, die bis 2020 auf 
den Markt kommen, schätzt BASF auf 1,7 Milliarden Euro. Rund neun Prozent des 
Pflanzenschutzumsatzes sollen in die Forschung fließen. Der Chemieriese hatte 
2012 mit seiner kleinsten Sparte 4,7 Milliarden Euro erlöst. Das Ergebnis vor 
Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereffekten betrug gut eine Milliarde Euro.

Während BASF bei Fungiziden und Herbiziden gut aufgestellt ist, hat der Konzern 
noch Nachholbedarf bei Mitteln zur Bekämpfung von Insekten (Insektiziden). «Bei 
den Insektiziden haben wir noch heute eine relative Schwäche», räumte Heldt 
ein. Seit 2003 habe BASF die Forschung und Entwicklung hier aber deutlich 
erhöht. Zudem sei man Partnerschaften wie mit Meiji Seika Kaisha in Japan 
eingegangen.

Auch die Möglichkeit von Übernahmen sei intensiv ausgelotet worden. Große 
Zukäufe seien allerdings kaum möglich, sagte Heldt. Daher schaue sich BASF nach 
kleineren Kandidaten um. Im vorigen Jahr hatte der Konzern die Sparte mit dem 
Zukauf des Saatgut-Spezialisten Becker Underwood in den USA gestärkt. BASF ist 
Held zufolge nach Syngenta und Bayer die Nummer drei im Pflanzenschutzgeschäft. 

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