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Posted on: Thursday, October 03, 2013 4:06 PM
Author: Andreas Exner ([email protected])
Subject: Projekt “Feasible Futures”: Erneuerbare machen
ressourcenunabhängiger - Limitierung von Metallen bleibt ein Risiko

Wien und Osnabrück, 25. September 2013 - Das vom Österreichischen Klima- und
Energiefonds (KLIEN) der Österreichischen Bundesregierung geförderte
Forschungsprojekt „Feasible Futures“ untersuchte die Auswirkungen von
Preissteigerungen und Verknappungen bei Metallen und Fossilen auf die
Energiewende. Detaillierte Projektergebnisse dazu sind nun verfügbar auf der
Website 

http://www.umweltbuero-klagenfurt.at/feasiblefutures/?page_id=120 

Eneuerbare Energietechnologien benötigen Metalle. Wesentliche Bedarfstreiber
sind dabei verschiedene Dünnschicht-Photovoltaiktechnologien, E-Mobilität
und Windenergie. Bei einigen Technologieoptionen (CIGS-PV, CdTe-PV,
„Neodym“-Windräder) zeichnen sich bereits jetzt Verknappungen bei einigen
benötigten Metallen ab. Bei anderen Metallen (wie Lithium) ist fraglich, ob
ein sehr rasches Nachfragewachstum in ambitionierten Szenarien einer
Energiewende hin zu den Erneuerbaren befriedigt werden könnte. Negative
ökologische und soziale Konsequenzen sind bei einer forcierten Ausweitung
der Förderung von Metallen zu erwarten.

Auch bei universell und in großen Mengen eingesetzten Metallen wie Kupfer
sind Erneuerbare Energietechnologien bedeutsame Bedarfstreiber. Dies wäre
insbesondere unter der Annahme eines nahen Fördermaximums bei Kupfer sehr
kritisch für die Technologieverbreitung. Es gibt bei den einzelnen
Technologien Möglichkeiten der Reduktion des spezifischen Metallbedarfs und
der Substitution. Recycling ist in vielen Fällen noch im Aufbau und leistet
somit bislang einen geringen Beitrag zur Energiewende.

Die makroökonomischen Auswirkungen von Verknappungen bei Rohstoffen in
Österreich wurden mit zwei Modellierungsansätzen (e3.at , HYBRIO)
untersucht. Zusammenfassend ergeben die Simulationsergebnisse des Modells
e3.at, dass mit der Umstrukturierung des Energiesystems in Verbindung mit
der Steigerung der Energieeffizienz und Senkung des Energieverbrauchs
positive Effekte auf Umwelt und Wirtschaftswachstum in nationaler
Betrachtung einhergehen können. Die Vielfalt der Erneuerbaren senkt
tendenziell das Risiko der Ressourcenabhängigkeit (mit Bezug auf
erforderliche Metalle).

Im Modell HYBRIO wächst bei einer angenommenen moderaten Ölpreissteigerung
ab 2012 der reale Brutto-Produktionswert langsamer als im Standardrun.
Mittelfristig kommt es in einem solchen Szenario ab 2020 zu einer
Schrumpfung des realen Outputs , während zu laufenden Preisen noch eine
Steigerung errechnet wird. 2030 liegt der Output dann allerdings real wie
nominell unter den Werten des Referenzlaufs. Ein ähnliches Ergebnis bewirkt
eine physische Ölmengenbeschränkung ab 2030. Sie würde zu einer weiteren
Verringerung des Wirtschaftswachstums führen, verbunden mit einer Abflachung
des Outputs und einem Rückgang der Wachstumsraten der Endnachfrage.

Ein Modellvergleich zwischen e3.at und HYBRIO zeigt, dass die Abweichungen
vor allem durch die unterschiedlichen Annahmen, mit denen die Modelle
konstruiert wurden, bewirkt werden und somit insgesamt in der
unterschiedlichen Modellstruktur begründet liegen.

Rückfragen (Metallbedarfe): Ernst Schriefl, 
[email protected] , +43 (0)1 98 32 949

Rückfragen (e3.at): Anett Großmann, 
[email protected] , +49 (541) 40933-180

Rückfragen (HYBRIO): Peter Fleissner, 
[email protected] , +43 (676) 93 08 906




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