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04.10.2013

Ecuadors Parlament für Ölförderung im Yasuní-Nationalpark

Das Schicksal des Biosphären-Reservats im Amazonasgebiet Ecuadors ist 
besiegelt: Trotz Protesten von Ureinwohnern und Umweltschützern wird in fünf 
Jahren das erste schwarze Gold aus dem grünen Paradies sprudeln
 
Das Parlament Ecuadors hat der Regierungsinitiative zur Erdölerschließung im 
Nationalpark Yasuní zugestimmt. Die Abgeordneten bewilligten am Donnerstagabend 
(Ortszeit) mit 108 zu 25 Stimmen die Ausbeutung von Erdölreserven in dem von 
der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärten Naturpark im Amazonasdschungel im 
Nordosten Ecuadors.

Staatschef Rafael Correa hatte Mitte August die Zustimmung des Parlaments 
beantragt, nachdem er die sogenannte ITT-Initiative für gescheitert erklärt 
hatte. Die Initiative sah den Verzicht auf das Erdöl vor, wenn die 
Industrienationen im Gegenzug einen solidarischen Ausgleichsbetrag in einen 
Fonds einzahlten. In sechs Jahren seien mit 13,3 Millionen Dollar (umgerechnet 
knapp zehn Millionen Euro) jedoch nur 0,37 Prozent des erwarteten Betrags 
eingegangen, begründete Correa das Ende für die nach den Ölfeldern von 
Ishpingo, Tambococha und Tiputini (ITT) benannten Initiative.

Quito: Nur 0,1 Prozent Fläche betroffen

Der Gewinn aus den Ölfeldern wird auf 18,3 Milliarden Dollar (knapp 14 
Milliarden Euro) geschätzt. Mit der Förderung kann in fünf Jahren begonnen 
werden. Davon betroffen sind nach Auskunft der ecuadorianischen Regierung nicht 
mehr als 0,1 Prozent des Gebiets des Yasuní-Nationalparks. Die Bohrungen sollen 
in den Feldern von Tiputini und Tambococha aufgenommen werden. Die 
Erdölvorkommen dort werden auf 420 Millionen Barrel geschätzt, im Yasuní-Park 
insgesamt sollen es 920 Millionen Barrel sein. DW.DE

Der Park im Nordosten Ecuadors ist Heimat für ein Drittel aller im 
Amazonasgebiet vorkommenden Säugetiere. Allein 28 bedrohte Wirbeltierarten von 
der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN leben dort. Im August reichten 
Ureinwohner und Umweltschützer beim Verfasssungsgericht in Quito einen Antrag 
ein, laut dem die Bevölkerung in einem Referendum über die umstrittenen 
Ölbohrungen im Yasuní-Park entscheiden soll. Damit dem Antrag entsprochen weden 
kann, müssen die Unterschriften von 600.000 Ecuadorianern vorgelegt werden.

sti/cw (dpa, rtr, ape)

Ölförderung siegt über Regenwald-Schutz
Ecuador will im Yasuni-Nationalpark Öl fördern. Internationale Geldgeber hätten 
es versäumt, sich am Umweltschutz angemessen zu beteiligen. Nun hat das Land 
deutsche Hilfen gekündigt. (23.08.2013)
http://www.dw.de/a-17040637

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Ecuador: Ölförderung im Nationalpark (16.08.2013)
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