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N A B U - P R E S S E D I E N S T  ----  NR. 141/13 ---- 20.11.2013 
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Umwelt/Internationales/Klima
NABU: Ohne weltweiten Klimaschutz explodieren die Folgekosten
Tschimpke: Bundesregierung muss Blockade auf UN-Klimakonferenz
aufbrechen 
 
Berlin/Warschau – Anlässlich der Ministerverhandlungen bei der
UN-Klimakonferenz im polnischen Warschau fordert der NABU vom
amtierenden Bundesumweltminister Peter Altmaier, die bisherige
Blockadehaltung auch in der Europäischen Union aufzubrechen. „Die
Bundesregierung hat schon zu lange mit ihrer Unentschlossenheit die
Klimapolitik in der EU und international gelähmt. Mit der dramatischen
Zunahme klimabedingter Naturkatastrophen können wir es uns nicht länger
leisten, die notwendigen Klimaschutzanstrengungen immer weiter
hinauszuschieben. Sonst explodieren die Kosten für die Folgen eines
ungebremsten Klimawandels“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Nach den negativen Signalen aus Australien und Japan müsse die EU in
Warschau Druck ausüben, dass die global wichtigsten Volkswirtschaften
bis zum Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs bei
UN-Generalsekretär Ban-Ki-Moon im September 2014 Klarheit über ihre
Klimaschutzbeiträge schaffen. Von den Koalitionsverhandlungen zwischen
CDU/CSU und SPD in Deutschland muss ein starkes Signal an die EU und die
internationale Staatengemeinschaft ausgehen. „Bundesumweltminister
Altmaier sollte sich in Warschau zu einem klaren Bekenntnis für ein
rechtsverbindliches Klimaschutzgesetz in Deutschland und für die im
Entwurf zum Koalitionsvertrag vorgesehene Erhöhung des Klimaziels der EU
auf 30 Prozent weniger Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 durchringen.
Gleichzeitig müsse er auf die Festlegung von ambitionierten 2030-Zielen
für mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien in der
EU auch gegenüber kritischen Ländern wie Polen bestehen“, so der
NABU-Präsident.
Um das zerstörte Vertrauen der Entwicklungsländer in die
Klimaverhandlungen wieder herzustellen, sollte Deutschland in Warschau
deutlich machen, dass es bereit ist, einen angemessenen Anteil an der
Finanzierung von klimabedingten Schäden, Klimaschutz- und
Anpassungsmaßnahmen zu übernehmen. „Für 2020 hatten die
Industrieländer einen Betrag von 100 Milliarden US-Dollar jährlich für
die Klimafinanzierung in Aussicht gestellt. Davon sollte Deutschland
rund zehn Prozent aufbringen, die weitgehend aus öffentlichen Mitteln
bereit gestellt werden müssen. Kurzfristig sollte vor allem die
Finanzierung von dringend benötigten Anpassungsmaßnahmen sicher gestellt
werden“, so Tschimpke. Am Ende der UN-Klimakonferenz in Warschau müsse
der Fahrplan für die Verhandlungen in den nächsten beiden Jahren stehen.
Dies sei die Voraussetzung dafür, dass 2015 in Paris überhaupt über ein
neues Weltklimaabkommen entschieden werden kann. 
Das Hintergrundpapier sowie weiterführende Informationen zu finden
unter http://www.nabu.de/weltklimakonferenz  
 
NABU-Klimaexperte Ulf Sieberg nimmt als Beobachter an der
UN-Klimakonferenz in Warschau teil und ist vor Ort in Warschau, Mobil:
+49 173. 9001782, E-Mail: [email protected].

NABU-Präsident Olaf Tschimpke nimmt am Ministersegment der
UN-Klimaverhandlungen in Warschau teil und steht für Fragen und
Interviews zur Verfügung. Kontakt über die NABU-Pressestelle, Tel.
030-284984-1510, -1952, -1958.
 
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NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: [email protected]
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole Flöper
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