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Posted on: Thursday, November 21, 2013 4:03 PM
Author: greenpeace-magazin.de: Tagesthemen
Subject: Union und SPD wollen Offshore-Förderung verbessern 

Berlin (dpa) - Union und SPD haben sich darauf verständigt, die hohe 
Anfangsförderung für Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee im Falle einer großen 
Koalition über 2017 hinaus fortzuschreiben. Man werde das entsprechende 
Fördermodell bis Ende 2019 verlängern, sagte der amtierende 
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag in Berlin. Eine weitere 
Verlängerung schloss er aus. «Das ist auch deshalb wichtig, weil wir damit 
einen gewissen Druck machen, die Investitionen jetzt zu tätigen», betonte der 
CDU-Politiker.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, mit dem 
Beschluss löse man Investitionen in Höhe von etwa zwölf Milliarden Euro aus. 
Erst am Mittwoch hatten die Seehäfen Planbarkeit für Investitionen 
eingefordert. Verbraucherschützer hatten dagegen vor einer Verlängerung der 
Anfangsvergütung gewarnt: Die Bürger zahlen die Förderkosten über den 
Strompreis mit.

Bisher gibt es nur bis 2017 für angeschlossene Meereswindparks eine 
Anfangsvergütung von 19 Cent pro Kilowattstunde für einen Zeitraum von acht 
Jahren. Zum Vergleich: Für Solaranlagen gibt es nur noch noch rund 14 Cent bei 
viel geringerer Stromproduktion. Die Branche hatte auf eine Verlängerung 
gepocht, damit der Ausbau nicht stoppt. Er soll ohnehin kleiner als geplant 
ausfallen, da es viele technische Probleme gibt. Union und SPD hatten während 
der Koalitionsverhandlungen angekündigt, die Ausbauziele für Offshore-Energie 
der Realität anzupassen und auf 6500 Megawatt bis 2020 nach unten korrigieren 
zu wollen - geplant waren 10 000 Megawatt.

Weil sprach von einem Durchbruch. Mit der Verlängerung könnten nun weitere 
Offshore-Anlagen geplant und finanziert werden. «Der Verlust tausender 
Arbeitsplätze in Norddeutschland wird verhindert, zusätzliche Arbeitsplätze 
können geschaffen werden und die überaus verlässlich Strom produzierenden 
Offshore-Windparks werden als feste Säule der Energiewende etabliert.» In 
Norddeutschland seien rund 5000 Menschen in der Branche beschäftigt. Viele 
Arbeitsplätze seien aber bereits aufgrund von Planungsunsicherheit verloren 
gegangen.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) begrüßte 
die Übereinkunft: «Jetzt ist der Weg frei für schnelle 
Investitionsentscheidungen. Wir brauchen Windparks in Nord- und Ostsee, damit 
die Energiewende gelingt.»

Die im Windenergiegeschäft tätigen Firmen im Norden zeigten sich ebenfalls 
zufrieden: «Wir denken, dass das einige oder gar viele Projekte in Gang bringen 
wird, die momentan noch auf Eis liegen», sagte Jan Rispens, Geschäftsführer des 
Clusters Erneuerbare Energien Hamburg. Die Entscheidung schaffe Sicherheit für 
Investoren. 




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