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Freitag, 22.11.2013 BUND Naturschützer machen mobil Weiger will auf Jahrestagung in Bad Hersfeld Protestbereitschaft forcieren Von dpa-Korrespondent Jörn Perske BAD HERSFELD. Hubert Weiger hat vor der angestrebten Wiederwahl als Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angekündigt, die Protestbereitschaft des Verbandes forcieren zu wollen. "Der politische Druck muss größer werden. Wir brauchen eine starke außerparlamentarische Umweltbewegung", sagte der angriffslustige Bayer vor der Bundesdelegiertenversammlung des Verbandes von heute bis Sonntag in Bad Hersfeld. Dort stellt sich der 66-Jährige zum zweiten Mal seiner Wiederwahl. Er ist wie 2010 einziger Kandidat. Weiger führt den Verband mit seinen 480 000 Mitgliedern und Förderern seit 2007. Zur künftigen Ausrichtung des BUND sagte Weiger: "Wir müssen unseren Protest noch besser sichtbar machen und mehr Präsenz auf den Straßen zeigen, zum Beispiel mit Demonstrationen." Die Kampagnenfähigkeit des Verbands müsse gestärkt werden. "Fachliche, kompetente Arbeit allein reicht nicht", betonte Weiger. Neue Allianzen im Kampf gegen die Mächtigen in Politik und Wirtschaft seien wichtig: "Wir brauchen gegen den Einfluss der Agrarindustrie ein Bündnis aus Umweltschützern, Bauern und kritischen Verbrauchern." Der Siegeszug der agrar-industriellen Massentierhaltung in Deutschland müsse gestoppt werden, fordert Weiger. Sonst habe eine bäuerliche Landwirtschaft keine Perspektive mehr, auch die deutsche Kulturlandschaft würde ihr Gesicht verlieren. "Da gibt es auch einen Zusammenhang für das Überleben von tausenden Tier- und Pflanzenarten." Für die Vielfalt von Lebensräumen und die Sicherung von Landwirtschaft und Naturschutz wolle er sich einsetzen. Verkehrswende gefordert Neben einer ökologischen Agrarpolitik will Weiger eine Verkehrswende für Deutschland: "Wir fordern ein Ende des Ausbaus des Autobahnnetzes." Es genüge der Erhalt der bestehenden Infrastruktur. "Es müssen auch mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden." Wichtig ist Weiger auch eine Sicherung der Energiewende. "Es muss mehr sein als eine Stromproduktionswende." Die nächsten Jahre seien entscheidend für die Energiewende. "Sie ist die Voraussetzung für den Klima- und Ressourcenschutz." Um mehr Akzeptanz für politische Entscheidungen zu schaffen, fordert Weiger mehr Bürgerbeteiligung. Der Verbandschef sieht hingegen für seine eigene Arbeit eine "hohe Grundakzeptanz" bei den Mitgliedern. Neben den Bundesvorstandswahlen will der BUND in Bad Hersfeld über seine politische Positionierung für die Zukunft reden. Es geht auch um die Frage, wie sich der Verband bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll verhält. Ebenso wird thematisiert, wie sich die Umweltschützer bei Vergleichen in Gerichtsprozessen verhalten wollen und wohin das Geld aus solchen Einigungen fließen soll. Auf der Agenda steht außerdem die Artenvielfalt. Bis 2020 will der Verband auf diesem Feld einen Arbeitsschwerpunkt setzen. ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Ende der weitergeleiteten Nachricht ° Alle Rechte bei den AutorInnen Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Greenhouse Infopool baut um! Wir sind jetzt vor allem hier: Twitter: http://twitter.com/greenhouse_info RSS-Feed: http://tinyurl.com/greenhouse-feed Facebook (Beta): http://www.facebook.com/mika.latuschek Twitter-News per E-Mail erhalten: https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/greenhouse-info _______________________________________________ Pressemeldungen mailing list [email protected] https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen
