9. Dezember 2013
                                                              Nr. 42/13



Zum Tag der Menschenrechte


Menschenrechte in Russland müssen erstritten werden – unabhängige Anwältinnen 
und Anwälte sind unabdingbar

Berlin (DAV). Die russische Regierung geht vehement gegen Kritiker vor. 
Gesetzesverschärfungen und repressives Vorgehen gegen Einzelne verengen die 
Spielräume für ein selbstorganisiertes Handeln der Zivilgesellschaft. Noch ist 
die Verfolgung aber nicht flächendeckend. Umso wichtiger ist es, dass die 
verbleibenden Handlungsspielräume genutzt werden. Der Deutsche Anwaltverein 
(DAV) ermutigt Menschenrechtsverteidiger in Russland, nicht nachzulassen.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass aktiver Widerstand nötig ist. Wir werden 
weitermachen“, sagte Rechtsanwalt Damir Gainutinow von der russischen 
Nichtregierungsorganisation „Agora“ letzte Woche auf einer gemeinsamen 
Veranstaltung<http://anwaltverein.de/downloads/Einladung.pdf> von DAV und 
Amnesty International anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte.

Imke Dierßen von Amnesty International betonte auf dieser Veranstaltung im 
DAV-Haus, wie wichtig es sei, jetzt Solidarität mit der russischen 
Zivilgesellschaft zu zeigen. Die olympischen Winterspiele in Sotchi geben dazu 
eine gute Möglichkeit. Daher unterstützt der DAV die Amnesty-Kampagne 
„2RussiaWithLove“<http://liebesgruss.amnesty.de/>.

Der DAV fordert die russische Regierung auf, endlich ihren Verpflichtungen aus 
der Europäischen Menschenrechtskonvention nachzukommen. Der Staat hat die 
Bürger- und Menschenrechte zu gewährleisten. Der DAV schließt sich der 
Forderung von Amnesty International an: Die Schikanen gegen die russische 
Zivilgesellschaft müssen unverzüglich aufhören!

Im Mai 2012 hat Wladimir Putin seine dritte Amtszeit angetreten. Seitdem sind 
in Russland  Einschränkungen der Meinungs-, Versammlungs- und 
Vereinigungsfreiheit zu beobachten. Dies geschieht sowohl durch 
Gesetzesänderungen, wie zum Beispiel bei der NGO-Gesetzgebung 
(„Agentengesetz“), als auch durch repressives Vorgehen gegen Einzelne, wie zum 
Beispiel gegen Pussy Riot oder den Regierungskritiker Alexej Nawalny, dem vor 
wenigen Tagen die Anwaltszulassung entzogen wurde.
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Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung: Pressesprecher Swen Walentowski,

Tel.: 030 726152-129, Sekretariat: Manja Jungnickel, Tel.: 030 726152-139,

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Mit freundlichen Grüßen


gez. RA Swen Walentowski
stellv. Hauptgeschäftsführer
Pressesprecher
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