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N A B U - P R E S S E D I E N S T  ----  NR. 1/14 ---- 02.01.2014 
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NABU braucht fleißige Vogelzähler
Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 3. bis 6.
Januar
 
Berlin – Der bislang sehr milde Winter macht die diesjährige „Stunde
der Wintervögel“ besonders spannend. Vom 3. bis 6. Januar rufen der NABU
und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), zu
Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion auf, bei der
eventuell auch vermehrt Zugvögel wie Hausrotschwanz, Zilpzalp,
Mönchsgrasmücke und Heckenbraunelle beobachtet werden könnten.
„Einige dieser Arten haben aufgrund des Wetters ihre Reise in wärmere
Gefilde nicht angetreten und versuchen möglicherweise hier auszuharren“,
erläutert NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. Um die Zahlen mit den
Ergebnissen der vergangenen Jahre abzugleichen, hofft der NABU auf eine
rege Beteiligung am Zählwochenende. 
Auch Gärten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, sollten unbedingt
erfasst werden. „Rückgänge von Arten können wir bei der Stunde der
Wintervögel nur mitbekommen, wenn wir auch kleine Zahlen erhalten.
Gerade ein schleichender Rückgang, wie wir ihn ganz aktuell bei der
Amsel feststellen, würde sonst niemals auffallen. Auch der Grünfink ist
ein gutes Beispiel: Seine Abnahme ist so langsam, dass uns die Zählungen
von gut besuchten Futterstellen allein kaum auf die Spur gebracht
hätten“, sagt Lachmann. Grünfinken waren 2013 besonders vom
sogenannten „Grünfinkensterben“ betroffen, hervorgerufen durch
Trichomoniasis, den Befall durch einzellige Parasiten. Amseln leiden
seit 2011 entlang des Rheintals und am Untermain am Usutu-Virus. 
Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen
Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert,
die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die
Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de
bis zum 14. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live
ausgewertet. Zudem ist am 4. und 5. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die
kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.
Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur
Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die
Wintervogelzählung nicht nötig. An der dritten bundesweiten „Stunde
der Wintervögel“ 2013 hatten sich mehr als 90.000 Naturfreunde
beteiligt. Es dürfen aber gerne noch mehr werden. Je größer die
Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Im
vergangenen Jahr meldeten die Teilnehmer rund 2,7 Millionen Vögel.
Häufigste Art war dabei die Kohlmeise, dicht gefolgt vom Haussperling
sowie Blaumeise, Feldsperling und Amsel auf den Plätzen drei bis fünf. 
Neben der wissenschaftlichen Datenerhebung sind für den NABU und den
LBV bei dieser Aktion ebenso wichtig, die engagierten Zähler auf die
Natur vor der Haustür aufmerksam zu machen und zur naturnahen Gestaltung
von Gärten als Lebensraum für Vögel zu motivieren.
 
Zur Aktion stellt der NABU eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten
Vogelarten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung. Für
Printmedien gibt es einen druckfähigen Teilnahmecoupon samt
Vogelgalerie, Onlinemedien können die Meldemöglichkeit zur „Stunde der
Wintervögel“ als Widget einbinden. Weitere Infos finden Sie unter
www.NABU.de/aktionenundprojekte/stundederwintervoegel/medieninfos,
Pressefotos zum Download gibt es unter
www.NABU.de/presse/fotos/#stundederwintervoegel.
Einen Videoclip mit NABU-Tipps zur winterlichen Vogelfütterung finden
Sie zum kostenlosen Einbinden unter
www.NABU-tv.de/de/film/nabu-tipp-vogelfuetterung-im-winter 
 
Für Rückfragen:
Lars  Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 030-284984-1620, mobil
0172-9108275, E-Mai
l: [email protected]
 
Im Internet zu finden unter www.NABU.de ( http://www.nabu.de/ )  
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NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: [email protected]
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole Flöper
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