Rotes Kreuz zu Asyl-Gipfel
Wien (Rotes Kreuz) – „Die Ergebnisse des EU-Gipfels gehen am eigentlichen 
Problem vorbei“, so ein erster Kommentar von Rotkreuz-Präsident Gerald 
Schöpfer. Zwar sei es begrüßenswert, dass mehr Mittel für die Notrettung zur 
Verfügung gestellt werden. Wenn diese aber wie geplant über die Operation 
Triton abgewickelt wird, muss auch deren Mandat geändert werden. „Derzeit steht 
der Grenzschutz im Fokus – wir fordern ganz dringend, dass der Schutz von 
Menschen wieder wichtiger wird als der Schutz von Grenzen“, sagt Schöpfer.
Enttäuschend sei, dass es beim Gipfel zu keinen Ergebnissen hinsichtlich der 
Schaffung legaler Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge gekommen ist. „Das ist 
eine zentrale Forderung des Roten Kreuzes. Nur wenn Flüchtlinge legal in die EU 
einreisen können, um hier einen Asylantrag zu stellen, wird das Sterben im 
Mittelmeer ein Ende haben“, sagt der Rotkreuz-Präsident. Nichts abgewinnen kann 
Schöpfer den Plänen, Schlepperboote zu vernichten. „Niemand denkt ernsthaft 
daran, Boote anzugreifen, in denen Flüchtlinge an Bord sind. Woher will man 
aber erkennen, ob ein Boot ohne Flüchtlinge ein Schlepperboot ist?“, so 
Schöpfer. „Schlepperbekämpfung schön und gut – aber so lange Flüchtlinge auf 
Schlepper angewiesen sind, um nach Europa zu gelangen, so lange wird es auch 
Schlepper geben und so lange wird es auch Tote im Mittelmeer geben. Die 
Reaktion der EU auf dieses Faktum ist mehr als frustrierend.“

Gemeinsam mit Caritas, Diakonie, Amnesty International und SOS Kinderdorf 
fordert das Rote Kreuz im Zuge der Initiative „Gegen Unrecht“ ein Umdenken in 
der Flüchtlingspolitik. In nur wenigen Tagen haben 25.649 Österreicherinnen und 
Österreicher die Petition auf www.gegen-unrecht.at<http://www.gegen-unrecht.at> 
unterzeichnet und sich somit laut und deutlich für eine andere europäische 
Flüchtlingspolitik ausgesprochen – für Menschenrechte und Lebensrettung.
Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt die Aktivitäten des Italienischen 
Roten Kreuzes mit 30.000 Euro. Das Italienische Rote Kreuz ist mit mehr als 100 
freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeitern im Einsatz, um neuankommende 
Flüchtlinge medizinisch zu versorgen sowie ihnen Wasser und Essen zur Verfügung 
zu stellen. Da viele Menschen auf der Flucht von ihren Angehörigen getrennt 
wurden, hilft das Rote Kreuz bei der Familienzusammenführung.
Das Rote Kreuz bittet um Spenden:
Kennwort: Flüchtlingshilfe
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
BIC: GIBAATWWXXX
www.roteskreuz.at/spende<http://www.roteskreuz.at/spende>

weitere Informationen unter 
www.roteskreuz.at/asyl<http://www.roteskreuz.at/asyl>

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
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Tel.: +43 1 589 00-151
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