NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 44/15 | 28. APRIL 2015
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Umwelt/Natur
NABU startet Imagekampagne mit der Aktion "Naturschätze retten"
Menschen für die Natur begeistern - Persönliche To-Do-Liste erweitern -
Naturschutz in Europa stärken
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Berlin – Dinge, die man im Leben getan haben sollte, stehen im
Mittelpunkt der neuen NABU-Imagekampagne. Unter dem  Motto „Wir sind,
was wir tun. Die Naturschutzmacher.“ zeigt der NABU mit seiner neuen
bundesweiten Kampagne auf Großflächenplakaten an Bahnhöfen in
zahlreichen deutschen Städten, was ihn ausmacht. Auf der
Kampagnen-Webseite www.wirsindwaswirtun.de gibt es Tipps, wie jeder ganz
einfach selbst zum Naturschutzmacher werden kann. 
 
Über 515.000 NABU-Mitglieder schützen, was ihnen wichtig ist: die
Natur. Sie schaffen Quartiere für Meisen, Schwalben und Mauersegler. Sie
kämpfen für  Meere ohne Plastik. Sie heißen den Wolf willkommen. Die
Motive im Polaroidformat setzen dieses Engagement humorvoll in Szene und
regen dazu an, die persönliche „To-Do-Liste“ zu erweitern: selbst #ein
Haus bauen, #klare Verhältnisse schaffen oder #Nachwuchs fördern – also
Nisthilfen bauen, Müllreinigungsaktionen starten oder sich für
geschützte Arten stark machen. 
 
NABU-Präsident Olaf Tschimpke entrollte zum Kampagnenstart am Dienstag
in Berlin das erste Motiv und verwandelte die NABU-Bundesgeschäftsstelle
in einen blühenden Naturgarten mit überdimensionalem Vogelhaus. „Wir
lieben es draußen zu sein, wir packen an, wir bilden Jung und Alt
weiter, wir forschen und reden mit, wir möchten Menschen für den
Naturschutz begeistern. Mit unserer Imagekampagne zeigen wir, was alles
auf der To-Do-Liste des NABU steht. Diese Liste ist noch lange nicht
vollständig. Wir haben viel vor, und der NABU ist so vielfältig wie die
Aufgaben, die in der Natur auf uns warten“, sagte Tschimpke. „Mit
Spannung erwarte ich auch, was alles auf der To-Do-Liste von Menschen in
ganz Deutschland steht, denen der Naturschutz genauso am Herzen liegt
wie uns.“
 
Zum Kampagnenstart ruft der NABU dazu auf, sich an der Aktion „einen
Naturschatz  retten“ zu beteiligen. Der NABU möchte möglichst viele
Menschen dazu bewegen, sich bei der EU-Bürgerbefragung zum so genannten
„Fitness-Check“ für starke Naturschutzgesetze in Europa
auszusprechen. Ab dieser Woche will die EU-Kommission in einem
„Stimmungstest“ zwölf Wochen lang die europäische Öffentlichkeit zu
einer möglichen „Modernisierung“ der zwei wichtigsten EU-Gesetze für den
Natur- und Artenschutz, der Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und
Vogelschutzrichtlinie, befragen. Einige Regierungen und
Wirtschaftslobbyisten verlangen bereits deren Abschwächung. Der Schutz
von allein in Deutschland über 5.000 Natura-2000-Gebieten könnte damit
geschwächt werden. Die Jagd auf Zugvögel und Wölfe, der Schutz von
Fledermäusen, Bibern und Buchenwäldern stünde wieder zur Debatte. 
 
Mit Blick auf die weiterhin kritische Lage der Natur in Deutschland
fordert der NABU vor diesem Hintergrund nicht nur den Erhalt der
EU-Vogelschutz- und FFH-Richtlinie, sondern auch eine konsequentere
Durchsetzung und Finanzierung der geltenden Naturschutzstandards. 
„Wenn es die EU-Kommission ernst meint mit dem Stopp des Artensterbens,
wie es die Politik bis 2020 erreichen will, dann muss sie eine breit
angelegte Naturschutzoffensive einleiten. Das bedeutet: mehr Geld und
mehr Personal für die Naturschutzverwaltung, aber auch klare
Bestimmungen für Schutzgebiete sowie empfindliche Strafen für illegales
Töten von Zugvögeln in ganz Europa“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. 
 
Der NABU stellt zwölf Wochen lang  jede Woche eine geschützte oder
gerettete Art, einen Lebensraum oder ein Natura-2000-Gebiet über die
NABU-Internetseite, Presse, soziale Medien und auf Veranstaltungen vor,
die alle vom EU-Schutz abhängen. Dazu zählen der Wolf und der Biber,
ebenso wie die Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb, das Große
Torfmoor in Nordrhein-Westfalen, das Tegeler Fließtal der Hauptstadt
Berlin, der Buchenwald Grumsin oder das Nationale Naturerbe „Weinberg
Wetzlar“. 
 
Alle Infos zur Imagekampagne unter www.wirsindwaswirtun.de
 
Kampagnenmotive zum Download für die Presse:
www.NABU.de/presse/pressebilder/#imagekampagne
 
Alle Infos zur Aktion „Naturschätze retten“ unter
www.NABU.de/naturschaetze
 
Mehr Infos & Pressefotos
www.NABU.de/presse
 
Für Rückfragen:
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. +49 (0)30.284984-1510,
Mobil Tel. +49 (0)173.9306515, E-Mail: [email protected]
 
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