06.05.2015TTIP-Handelsgerichtshof ist nur eine Nebelkerze des Bundeswirtschaftsministers GabrielÖDP: Kritik an TTIP, CETA und TiSA wird nicht verstummen!Mit Vehemenz spricht sich die Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Gabriela Schimmer-Göresz, gegen eine wie auch immer benannte oder besetzte Parallelgerichtsbarkeit durch Investor-state dispute settlement (ISDS) bei Handelsstreitigkeiten zwischen Unternehmen und Staaten aus. Die ÖDP-Vorsitzende spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen „Nebelkerze Gabriels“ und verweist darauf, dass der Investorenschutz nicht das größte Problem der diskutierten Freihandelsabkommen CETA und TTIP sei. Gabriel sei auf dem Holzweg, wenn er meine, dass mit einem Handelsgerichtshof sämtliche Kritik an den Abkommen aus dem Weg geräumt sei. Abzuschaffen sei demnach auch der „Regulatorische Rat“, eine angedachte Institution, die Nationalstaaten bei künftiger Gesetzgebung stark einschränke, d.h. neue Gesetze unter dem Damoklesschwert von Investorenklagen quasi unmöglich mache. Auch die trickreiche Einrichtung eines sog. „Living-Agreements“ müsse vom Tisch. Hinter dieser harmlosen Formulierung verberge sich eine rigorose Ausweitung der Anwendungsbereiche ohne erneute Zustimmung der Parlamente. Es werde ein allgemeines Rahmenabkommen verhandelt und die Details, wie z.B. die befürchtete Absenkung von Standards, würden dann im Nachhinein in einem Ausschuss ohne demokratische Kontrolle weiterverhandelt. Dass TTIP nicht kündbar oder mit einer Probelaufzeit ausgestattet sei und quasi Ewigkeitscharakter habe, sei ebenfalls nicht hinnehmbar. Gabriel drücke sich auch vor der Frage, wie er den Investorenschutz im bereits ausverhandelten Abkommen zwischen Kanada und der EU (CETA) regeln wolle. Hier müsse der Sack wieder aufgemacht und beim Investorenschutz (ISDS) nachverhandelt werden. Dies wäre, so Schimmer-Göresz, möglich, sei jedoch nach den bisherigen Verlautbarungen seitens Kanada, der Bundesregierung und der EU-Kommission nicht erwünscht. CETA würde mit dem derzeit ausverhandelten System an Investorenschutz die Tür für Schadensersatzklagen gegen Staaten mit Unternehmensniederlassungen in Kanada weit öffnen. |
| Link zur Pressemitteilung Pressekontakt: Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Pablo Ziller Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Erich-Weinert-Straße 134 10409 Berlin Tel./Fax 030/49854050 Mobil: 0176/55055352 [email protected] http://www.oedp.de JETZT Mitglied werden: https://www.oedp.de/mitmachen/mitgliedschaft/ RSS-Feed: https://www.oedp.de/index.php?id=1556 Facebook: https://www.facebook.com/oedp.de?ref_type=bookmark Twitter: https://twitter.com/oedpPresse Google+: https://plus.google.com/108418913759585878562/posts |
Haftungsausschluss: Wenn Sie keine weiteren E-Mails von Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) erhalten möchten, klicken Sie bitte : [hier]. Die Bearbeitung dieser Anfrage wird maximal 2 Arbeitstage dauern.
Kontaktinformationen: Pablo Ziller, Ökologisch-Demokratische Partei (ödp), Pommergasse 1, 97070 Würzburg
_______________________________________________ Pressemeldungen mailing list [email protected] https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen
