Energyload

http://energyload.eu/elektromobilitaet/vw-shell-elektromobilitaet-eu-blockie
ren/

 

VW und Shell wollen Elektromobilität in der EU blockieren

 

by  <http://energyload.eu/author/shiller/> Stephan Hiller on 4 Mai 2016 in
Elektromobilität <http://energyload.eu/elektromobilitaet/> 

 

VW und Shell wird vorgeworfen, die Pläne der EU zur Förderung von
Elektroautos
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/foerderung-elektroautos-
regierung/>  und effizienteren Antrieben behindern zu wollen: Sie verlangen
eine stärkere Ausrichtung der Autoindustrie auf Biosprit, wie der britische
Guardian berichtet. Kürzlich veröffentlichten Shell und VW eine von der
Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag der „Auto Fuel Coalition“
durchgeführte Studie, die unter anderem eine stärkere Nutzung von Biosprit
nahelegt, eine Kennzeichnung von Autos hinsichtlich ihrer CO2-Emissionen und
den Handel mit Emissionsrechten in der EU. Der Auto Fuel Coalition gehören
neben VW und Shell auch Daimler, Honda, Toyota sowie verschiedene Biosprit-
und Ölfirmen an. Die EU legt derzeit neue Zielvorgaben zur
Treibstoffeffizienz für 2025 und 2030 fest, um die Pariser Klimaziele
<http://energyload.eu/energiewende/deutschland/klimawandel-deutsche-co2-ziel
e-nicht-machbar/>  zu erreichen.

 

VW: Höherer Anteil an Biosprit unerlässlich

 

Glaubt man EU-Quellen, würden die vorgeschlagenen Maßnahmen eine sinnvolle
Regulierung der Treibhausemissionen im Automobilsektor für mehr als 10 Jahre
unmöglich machen. Shell hingegen beteuerte gegenüber dem Guardian, die
EU-Pläne nicht behindern zu wollen. Der neue VW-Entwicklungschef Ulrich
Eichhorn sagte in Brüssel bei der Vorstellung der Studie, Plug-In-Hybride
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/grossbritannien-elektroa
utos-plug-in-hybriden-absatz-2015/>  und effizientere Autos seien
„Bausteine“ der Zukunft, in der Zwischenzeit sei aber ein höherer Anteil an
Biosprit nötig. Moderne Diesel- und Erdgasantriebe seien für die Erreichung
der CO2-Ziele bis 2020 unbedingt nötig und würden auch danach zur
Reduzierung von Treibhausgasen beitragen. Die Kosten für die Gesellschaft
müssten bei der Erreichung der Klimaziele von Paris
<http://energyload.eu/energiewende/deutschland/deutschland-klimaschutzziele-
verfehlen/>  so gering wie möglich bleiben. Die Studie von Roland Berger
beinhaltet eine Reihe pessimistischer Annahmen hinsichtlich der Kosten
höherer Treibstoffeffizienz, die CO2-Bilanz von Biokraftstoffen
<http://energyload.eu/energiewende/europa/finnland-nutzt-keine-kohle/>  wird
in der Studie dagegen positiv bewertet. Eine kürzlich von der EU
durchgeführte Untersuchung ergab allerdings, dass manche Biotreibstoffe
dreimal so hohe Emissionen verursachen wie Diesel.

 

Studie geht von gleichbleibend niedriger Nachfrage nach Elektroautos
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/helfen-elektroautos-klima/>  aus

 

Eine Quelle innerhalb der EU äußerte sich gegenüber dem Guardian wie folgt:
„Die beiden Wirtschaftszweige haben ihre gemeinsame Interessenlage erkannt.“
Angesichts der Geldgeber der Studie sei das Ergebnis vorhersehbar gewesen.
Ein Sprecher von Shell sagte dagegen: „In dem Bericht steht nichts, das man
als den Versuch interpretieren könnte, Elektroautos zu stoppen
<http://energyload.eu/energiewende/international/prognose-opec-elektroautos-
keine-chance/> .“ Befürworter der Elektromobilität
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/grossbritannien-elektrom
obilitaet-verringert-die-abhaengigkeit-oelimporten/>  verweisen unter
anderem auf die 400.000 Vorbestellungen für Teslas Model 3
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/tesla-model-3-vorstellun
g-bilder-infos/>  und den Vorstoß der niederländischen Regierung
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/niederlande-elektroautos
-neuzulassungen/> , Benzin- und Dieselfahrzeuge bis 2025 zu verbieten. In
Deutschland wurde ebenfalls vor wenigen Tagen die Kaufprämie für
Elektroautos
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/finanzierung/kaufpraemie-elektroauto
s-ueberblick/>  beschlossen. Dafür werden 1,2 Milliarden Euro
bereitgestellt. Dennoch geht die Roland-Berger-Studie von einer dauerhaft
niedrigen Nachfrage nach Elektroautos in den nächsten 10 Jahren aus. Dr.
Christoph Wolff von der Stiftung European Climate Foundation (ECF) sagte dem
Guardian: „In China
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/china-markt-elektromobilitaet/> ,
Norwegen
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/norwegen-2025-elektroaut
os-zulassen/>  und den Niederlanden
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/elektroauto/niederlande-elektroautos
-neuzulassungen/>  schreitet die Elektrifizierung rapide voran. Die
EU-Gesetzgeber müssen sich auf bindende Maßnahmen einigen, um den
Automobilsektor zur Entwicklung von Produkten zu bringen, die in diesem
schnell wachsenden Marktumfeld wettbewerbsfähig sind.“

 

Shell setzt auf Biosprit als Treibstoff der Zukunft

 

Saudi-Arabien hat kürzlich erklärt, bis 2030 unabhängig vom Öl werden zu
wollen. Auch die Kosten für erneuerbare Energien
<http://energyload.eu/energiewende/international/kostenentwicklung-ausbau-er
neuerbaren-energien/>  sinken immer weiter. Doch Shell hält an
Flüssigtreibstoffen fest und erwartet, dass Verbrennungsmotoren noch viele
Jahre lang den größten Teil Anteil am Transport haben werden. Der
niederländische Ölriese investiert in Brasilien stark in Ethanol und setzt
auf Biosprit als einen wichtigen Treibstoff der Zukunft. Regierungen seien
finanziell gefordert, um die Technologie zu unterstützen und das
Anlagerisiko zu senken.

 

Emissionsziele können nur durch weitere Elektrifizierung des
Transportsektors erreicht werden

 

Der Straßenverkehrssektor ist derzeit für 20 Prozent der EU-weiten
Treibhausemissionen verantwortlich. Die derzeitigen EU-Pläne sehen eine
60-prozentige Verringerung der Transportemissionen bis 2050 vor. Ab 2021
dürfen Neuwagen nicht mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Um die
Emissionen auf null zu senken, muss der Transportsektor weiter
elektrifiziert werden und der Strom in großem Umfang aus erneuerbaren
Quellen kommen.  Carlos Calvo Ambel, Analyst bei der Organisation Transport
and Environment sagte dem Guardian, die EU würde ihre Treibhausziele
komplett verfehlen, wenn sie den Vorschlägen in der Studie Folge leisten
würde. Autohersteller, Ölfirmen und Biosprit-Produzenten versuchten
verzweifelt, die EU von der Verpflichtung auf Treibstoffeffizienz-Standards,
der Förderung der Elektromobilität
<http://energyload.eu/elektromobilitaet/ladestationen-infrastruktur/foerderu
ng-elektromobilitaet-kontraproduktiv/>  und anderen dringend notwendigen
Maßnahmen abzubringen, sagte er.

 

Quellen / Weiterlesen:
 
<http://www.theguardian.com/environment/2016/apr/28/vw-and-shell-try-to-bloc
k-eu-push-for-cleaner-cars> VW and Shell accused of trying to block EU push
for electric cars | Environment | The Guardian
 <http://www.governorsbiofuelscoalition.org/?p=17045> Volkswagen and Shell
Argue for Biofuels Over Electric – Governors‘ Biofuels Coalition |
Governors‘ Biofuels Coalition

 

 

 

 

° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° 

 

Ende der weitergeleiteten Nachricht. Alle Rechte bei den Autor*innen. 

Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen! 

Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe 

 

° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° 

 

Greenhouse Infopool Berlin 

[email protected]

 

via Twitter, RSS-Feed, Facebook, Mailingliste: 

http://twitter.com/greenhouse_info 

http://www.facebook.com/mika.latuschek 

http://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/greenhouse-info

 

Hosted by the political provider JPBerlin of Heinlein-Support

www.jpberlin.de

www.heinlein-support.de

 

 

_______________________________________________
Pressemeldungen mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen

Antwort per Email an