WARNUNG: Der folgende Text liest sich plötzlich wie Werbung für
Bitbucket. Das ist allein meiner persönlichen Präferenz geschuldet.

Folgende Entwicklung fände ich sehr begrüßenswert:

1. Migration des Quelltexts (next_release Branch) zu git
Wir haben uns lange genug mit Subversion rumgeärgert. Git zu
kennen/können ist für alle Informatiker ein Pluspunkt. Das können wir
auch von unseren Studenten fordern. Und verteilte Versionsverwaltung
rockt einfach.

2. git Hosting auf Social Coding Platform
Gibt eine erhöhte Sichtbarkeit, verringerten Wartungsaufwand und bessere
Vernetzung mit externen Entwicklern. Mein Favorit wäre hier Bitbucket
[1]. Als Akademiker/Open Source Projekt hat man da auch
Sonderkonditionen (die wir gar nicht brauchen). Außerdem gibt es eine
Menge fertiger Integrationsmöglichkeiten mit anderen Tools (z.B.
Jenkins, siehe unten). Mit github könnte ich mich vielleicht auch
anfreunden.

3. Collaborative Code Review
Alle wissen, dass der Hauptzweig sehr schnell verdreckt, wenn zu viele
ungeübte Leute Commit-Rechte haben. Sinnvolle Änderungen müssen über gut
dokumentierte Patches (Pull-Requests) eingepflegt werden. Ein modernes
Tool, dass sich dafür anbietet und von vielen Projekten genutzt wird,
ist Gerrit [2]. Alternativ hat Bitbucket ein eigenes Code Review
Interface. Das würde für unsere Zwecke vermutlich auch völlig reichen.

4. Continuous Integration
Wir brauchen automatisierte Builds für verschiedene Plattformen, damit
wir endlich mitbekommen, wenn mal wieder etwas nicht funktioniert. Eine
Instanz von Jenkins [3] wäre hier vermutlich das sinnvollste. Auch wenn
mir persönlich das Python-basierte BuildBot besser gefallen würde. Wir
müssen unseren Verwaltungsaufwand gering halten, was mit Jenkins
vermutlich besser klappt. Jenkins lässt sich gut mit Bitbucket
integrieren ;-) (Einbindung direkt in die Website) - das gibt auch
interessierten Leuten eine gute Vorstellung vom aktuellen Pflegezustand
ihrer Plattform.

5. Dokumentation
HowTos und WhitePaper sind zwar eine schöne Sache, aber die einzig
aktuelle Dokumentation ist leider auch bei uns nur "der Code". Ich bin
dafür, alle Dokumentation auch gleich hier mit unterzubringen, und zwar
mittels Doxygen [4]. Das wird bereits gemacht, aber nur halbherzig. Man
kann mit Doxygen auch Dokumentation der Konzepte etc. vornehmen. Es muss
dort nicht alles an konkreten Klassen/Methoden kleben. Die Dokumentation
im HTML-Format sollte dann auch immer irgendwo gehostet sein. Alternativ
kann man ein Wiki pflegen, ähnlich unserem aktuellen Trac. Ich will's ja
nicht schon wieder erwähnen, aber Bitbucket bietet automatisch zu jedem
Repository ein zweites Repository, in dem man das integrierte Wiki
verwalten kann (mit reStructuredText, Markdown, Textile, etc.).
Eigentlich eine sehr schöne Sache.

6. Issue Tracker
Für unsere recht rudimentären Anforderungen reicht uns vermutlich der
eingebaute Issue-Tracker von Bitbucket. Wichtig ist, dass er aktiv
genutzt wird. Eine Einbindung komplexerer Tools (bspw. das komerzielle
JIRA [5]) ist auch möglich. Ich halte das aber nicht für erforderlich.

Fazit: Ich denke wenn wir das richtig anstellen, können wir das gesamte
Reflex zu Bitbucket umziehen, und müssen "nur noch" das Jenkins irgendwo
aufsetzen. Durch verteilte Versionsverwaltung verlieren wir auch bei
einem Totalausfall von Bitbucket nicht unseren Code bzw. Dokumentation
(Wiki). Das würde unseren Aufwand sehr gering halten und wir sind
repräsentativ aufgestellt. Außerdem macht es die Projektaktivität
deutlich besser sichtbar. Eine zusätzliche Website sollten wir nicht
mehr benötigen.
Falls wir diese Migration schaffen, lassen sich alle weiteren Probleme
deutlich flexibler angehen. Die Frage nach regelmäßigen Releases oder
Rolling Release dank CI lässt sich dann auch leichter beantworten.

Grüße
Stefan

[1] https://bitbucket.org/
[2] http://code.google.com/p/gerrit/
[3] http://jenkins-ci.org/
[4] http://www.stack.nl/~dimitri/doxygen/
[5] https://www.atlassian.com/software/jira

Am 18.10.2013 09:10, schrieb Hannes Menzel:
> Hallo alle zusammen,
> 
> In letzter Zeit ist REFLEX immer mehr unter die Räder gekommen. Selbst
> das IHP setzt es immer weniger ein. Was sind die eurer Ansicht nach die
> größten Probleme, die REFLEX hat. Bzw. woran liegt es, dass ihr es oder
> andere nicht einsetzten. Wir
> sollten demnächst versuchen, dem entgegenzuwirken. Das funktioniert aber
> erst, wenn wir wissen, wo die Probleme tatsächlich liegen.
> 
> Grüße,
> Hannes
> 

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