Hallo Richard,
ich bin weiterhin am Sammeln. Aber so richtig Feedback habe ich noch
nicht bekommen. Ich würde sämtliche Anmerkungen bis Montag
zusammenfassen und dann verteilen. Anhand dessen können wir die
akutesten Probleme hoffentlich identifizieren.
Da du, Sören und Stefan die detailiertesten Rückmeldungen gegeben habt,
werden die Probleme größtenteils auf euren Darstellungen basieren.
Grüße,
Hannes
On 10/23/2013 10:01 AM, Richard Weickelt wrote:
Hallo,
ich durfte bei Lesswire Erfahrungen mit REFLEX bei der Steuerelektronik für
ein Blockheizkraftwerk sammeln. Privat nutze ich es manchmal für
verschiedenste, eher kleine Bastelaufgaben. Dabei kommen häufig
Arduino-Boards mit atmega zum Einsatz.
Positiv ist mir in Erinnerung:
- Die Strukturierung der Applikation in Komponenten und die
Kopplung über Ereigniskanäle fördert die Wiederverwendung
tatsächlich und nicht nur auf dem Papier.
- Nebenläufige Anwendungen lassen sich durch die Aufdröselung der
Aufgaben in kurzlaufende Aktivitäten erstaunlich sicher realisieren.
Meine lange Meckerliste habe ich auf wenige Punkte zusammengestrichen:
- Es dauert lang um eine Anwendung aufzusetzen. Allein schon 3 Komponenten
mit jeweils 3 Aktivitäten und entsprechend Ereigniskanälen dazwischen
bedeutet langweiligen, fehleranfälligen und unnötigen Schreibaufwand.
- REFLEX trägt zwar Echtzeit im Namen aber derzeit hat man als Anwendungs-
entwickler gar keine Möglichkeit, seine Vorstellungen von Echtzeit über-
haupt sicherzustellen.
- Es gibt keinen Konsens über einen Entwicklungsprozess, Qualitätsstandards,
Code-Reviews, Tests usw. und es war für mich bisher auch aus Cottbus kein
Interesse erkennbar, daran irgendetwas etwas zu ändern. Darum ist meine
Motivation gering, weitere Arbeit reinzustecken.
Was haben denn andere für Erfahrungen gemacht? Hannes, hast Du weitere
Rückmeldungen bekommen, wo REFLEX eingesetzt wurde und welche Schlüsse
daraus gezogen wurden?
Für mich ist die Frage entscheident, wie einfach und schnell ich zu
Anwendungen komme. Bei Lesswire habe ich gesehen, dass man mit dem
existierenden Codeunterbau auch größere Applikationen (mühevoll) erstellen
kann und darum ist mir ein Werkzeug zur Modellierung weit wichtiger als
Modifikationen am Kern.
Ohne Tools und Komponentenbibliothek wird REFLEX aber ein Framework für
Mickey-Maus-Anwendungen auf schwachbrüstigen Controllern bleiben und da
kommt man mit der Arduino-Umgebung wahrscheinlich schneller zum Ziel.
Richard
--
Hannes Menzel, M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg,
Institut für Informatik, Informations- und Medientechnik,
Lehrstuhl Verteilte Systeme/Betriebssysteme
BTU Cottbus
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