On Wednesday, 26. April 2006 13:38, Florian Cramer wrote: > Warum überhaupt stellvertretende Gedanken auf ein gangbares > Geschäftsmodell für eine Industrie verschwenden, nur weil diese es > selbst nicht auf die Reihe bekommt und damit langsam, aber sicher den > Weg der Dinosaurier geht?
Ich glaube nicht, dass es bei dieser Idee darum geht, die Musikindustrie zu schützen, sondern im Gegenteil, es soll möglich sein, dass MusikerInnen auch ausserhalb der Industrie mit der Reproduktion ihrer Arbeit Geld verdienen können. Wenn das möglich wäre, dann würde die Industrie sehr viel schneller zu Grunde gehen, als sie es eh tut, und mit sehr viel weniger schäflichen gesellschaftichen Nebenwirkungen. Dies scheint mir der interessanteste Aspekt der ansonsten problematischen Idee zu sein. Man kann natürlich sagen, dass KünstlerInnen nur noch durch nichtkopierbare Aspekte ihrer Arbeit (etwa, live Auftritte), über staatliche Förderung, oder über ein "Grundeinkommen" sich finanzieren sollen, aber die ersten beiden halte ich für problematisch, das dritte für noch weniger realisierbar. Felix ----http://felix.openflows.org------------------------------ out now: *|Manuel Castells and the Theory of the Network Society. Polity, 2006 *|Open Cultures and the Nature of Networks. Ed. Futura/Revolver, 2005 -- rohrpost - deutschsprachige Liste zur Kultur digitaler Medien und Netze Archiv: http://www.nettime.org/rohrpost http://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/ Ent/Subskribieren: http://post.openoffice.de/cgi-bin/mailman/listinfo/rohrpost/
